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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Jugendparlament In Nordenham: Jugendliche sind am 26. Februar gefragt

18.01.2019

Nordenham Jens Leiminer steckt mitten in den Wahlvorbereitungen. Der stellvertretende Leiter des Amtes für Bildung und Freizeit hat die Schulen gebeten, Wahlvorstände zu bilden. Am 26. Februar stehen die Wahlen für das Jugendparlament an, das alle zwei Jahre gewählt wird.

Die Mitglieder – insgesamt 13 – sollen die Interessen der Jugendlichen in Nordenham vertreten. Je zwei Mitglieder nehmen als Beisitzer an Sitzungen des Ausschusses für Jugend und Bildung und des Ausschusses für Sport, Freizeit und Kultur teil. Sie können Ideen einbringen, die – wie auch andere Anliegen und Anträge zum Beispiel von Parteien – in den politischen Gremien diskutiert werden. Dass die Mitglieder des Jugendparlaments etwas bewegen können, zeigen der Fitness-Parcours und die Skateranlage am Nordenhamer Strand, die beide auf Initiative des Jugendparlaments entstanden sind.

Gewählt werden können Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren, die in Nordenham wohnen. Ihre Stimme abgeben dürfen alle Schüler der Nordenhamer Schulen ab der fünften Klasse. Die Schulwahlvorstände bestehen aus sechs bis acht Schülern und einem Lehrer. Sie müssen die Kandidaten, die sich zur Wahl stellen, bis zum 11. Februar an Jens Leiminer melden. Er bereitet dann die Wahlzettel vor.

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Der Wahlvorstand leitet auch die Wahl und zählt anschließend die Stimmen aus. Das Ergebnis bekommt Jens Leiminer. Die Verteilung der 13 Sitze wird anhand der Schülerzahlen ermittelt. Die konstituierende Sitzung des neue Jugendparlament ist für den 20. März geplant.

Das Jugendparlament wird aber nicht allein gelassen. Die Jugendlichen werden von Harald Golkowski, Leiter der städtischen Jugendarbeit, unterstützt. Er sieht das Gremium als ein sehr wichtiges Element zur Mitbestimmung der Jugendlichen an. Die Mädchen seien aber ein wenig unterrepräsentiert, sagt er.

Am Anfang läuft es laut Harald Golkowski oft etwas holprig, denn die Jugendlichen kommen von verschiedenen Schulen und kennen sich häufig untereinander nicht. So ist es manchmal gar nicht so leicht, die verschiedenen Posten zu verteilen. Die Jugendlichen, die meist erst 14 oder 15 Jahre alt sind, müssen oft auch erst eine Hemmschwelle überwinden, wenn sie plötzlich an einem Tisch mit dem Bürgermeister oder Politikern sitzen. Besonders hier ist die Unterstützung von Harald Golkowski als Vermittler gefragt.

Er sei immer wieder überrascht, was für Themen die Jugendlichen aufbringen, sagt er. Obwohl es auch einige Veranstaltungen oder Aktionen gibt, die regelmäßig vom Jugendparlament organisiert werden, wie der Stand mit alkoholfreien Cocktails beim Stadtfest, der Teil des Drogenpräventionsprogramms ist, oder Musikveranstaltungen.

Das aktuelle Jugendparlament hat sich unter anderem mit dem vom Landkreis organisierten Party-Bus befasst. Für eine Fahrt in die Discothek Twister-Dance in Sande rührten die Jugendlichen die Werbetrommel und erreichten, dass der Bus voll besetzt war, freut sich Harald Golkowski. Er lobt das Engagement der Jugendlichen, die sich auch gut an den in der Regel alle zwei Wochen stattfindenden Treffen beteiligt haben.

Das sagen junge Leute zum Jugendparlament:

Alexander Kuckei

ist zurzeit Mitglied im Jugendparlament. Er erzählt, dass das amtierende Jugendparlament in den vergangenen zwei Jahren alle realistischen Ideen auch umsetzen konnte. „Wir hatten am Anfang viele Fantasien und Ideen, die man nicht hätte umsetzen können. Wir wurden sehr schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und mit der harten Realität konfrontiert“, sagt der 19-jährige Gymnasiast.

Er berichtet, dass die größte Hürde die Bürokratie sei. Mit der Umsetzung von Projekten sind oft langwierige Prozesse verbunden. Als Beispiel nennt der Zwölftklässler den Fitness-Parcours am Nordenhamer Weserstrand. Außerdem hat es einen Party-Bus organisiert, der beispielsweise am Wochenende Partylustige zum Tanz- und Nacht Twister- Dance nach Sande fährt. Drogenprävention ist ebenfalls ein Thema, mit dem sich das Jugendparlament beschäftigt hat. Zu diesem Anlass haben sie während des Nordenhamer Stadtfestes an ihrem eigenen Stand, alkoholfreie Cocktails ausgeschenkt.

Das Jugendparlament hat außerdem in Kooperation mit dem Präventionsrat die Fragerunde mit dem städtischen Bürgermeister Carsten Seyfath organisiert. „Ich werde nicht wieder für das Jugendparlament kandidieren, da ich in diesem Jahr mein Abitur machen werde und es sich demnach einfach nicht lohnen würde. Ich würde mich aber natürlich freuen, wenn neue und engagierte Schüler in meine Fußstapfen treten würden“, sagt Alexander Kuckei.

Tom Hartmann

findet die Idee eines Jugendparlaments und dass es zustande gekommen ist, generell sehr gut, da die Jugendlichen auf diese Weise die Möglichkeit haben, ihre Stimme zu erheben und sich selbst an Veränderungen zu beteiligen. Der 18-Jährige ist der Meinung, dass sich das Jugendparlament am meisten mit Freizeitangeboten auseinandersetzen sollte, wie zum Beispiel mit Projekten wie dem Fitness-Parcours am Strand und dem Party-Bus zum Twister-Dance nach Sande.

„Vor zwei Jahren ist eine Person aus meinem Freundeskreis in das Jugendparlament eingetreten. Zu der Zeit bestand bei mir auch das Interesse, Mitglied zu werden“, sagt der Schüler des Gymnasiums, der sich dann doch gegen eine Kandidatur entschied. „Zu dieser Wahl im Februar würde ich nicht kandidieren, aufgrund des Abiturs“, sagt der 18-Jährige.

Julia Eppler.

„Dass das Jugendparlament einen Party-Bus organisiert hat, gefällt mir sehr.„Außerdem finde ich es wichtig, dass das Jugendparlament die Jugendlichen unterstützt und deren Interessen vertritt“, erzählt sie. Sie würde zum Beispiel eine Strandbar oder eine gut organisierte Veranstaltung für Jugendliche in Nordenham für weitere gute Projekte halten.

Keno Bruns

befürwortet das Jugendparlament, weil junge Leute die Interessen aus ihrer Altersgruppe mit in die Politik einbringen können. Allerdings ist dem 19-Jährigen auch klar, dass die Umsetzung einiger Projekte aus finanziellen Gründen an manchen Stellen schwierig ist. „Das Jugendparlament sollte sich darum kümmern, dass die jüngere Generation nicht in Vergessenheit gerät und deren Wünsche und Ideen berücksichtigt werden“, betont der ehemalige Gymnasiast, der im vergangenen Jahr sein Abitur am Gymnasium Nordenham gemacht hat.

Merle Ullrich Nordenham / Redaktion Nordenham
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