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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Nachruf: Viele Spuren in Nordenham hinterlassen

11.02.2021

Nordenham Nicht nur die ehemaligen Kollegen im Rathaus erfüllt die Nachricht vom Tod des früheren Baudezernenten Gerd Meiners mit großer Trauer. Als Chef der Bauverwaltung, aber auch als sympathischer und humorvoller Mensch bleibt er vielen Nordenhamern in guter Erinnerung. Wie erst jetzt bekannt wurde, ist Gerd Meiners am 16. Januar im Alter von 79 Jahren in Hamburg gestorben.

Gerd Meiners hatte gerade einen Arbeitsplatz in einem Statik-Büro in Essen angetreten, als er von der freien Stelle im Hochbauamt der Stadt Nordenham erfuhr. Der junge Bauingenieur zögerte nicht lange mit seiner Bewerbung. Damit war 1966 die Vorentscheidung für eine außergewöhnliche Berufskarriere gefallen, die mit einer Maurerlehre begonnen hatte und über Umwege bis in die Chefetage des Rathauses führte.

Nach 36 Dienstjahren bei der Stadtverwaltung verabschiedete sich Gerd Meiners im Sommer 2002 in die Altersteilzeit. Der offizielle Rentenbeginn erfolgte zwei Jahre später.

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Als Leiter der Bauverwaltung hat Gerd Meiners viele öffentliche Baumaßnahmen in Nordenham mitgestaltet und auf den Weg gebracht. Eine besondere Rolle spielte dabei die in den 1980er-Jahren gestartete Innenstadtsanierung. Aber auch etliche andere Großprojekte wie die Runderneuerungen der Stadthalle Friedeburg und des Atenser Hallenbades tragen seine Handschrift.

Gelernter Maurer

Gerd Meiners erzählte gerne, dass eine „familiäre Vorbelastung“ seine Berufswahl beeinflusst hatte. Da der Vater als Zimmermann tätig war, lag auch für Sohn Gerd das Bauhandwerk nahe. Er entschied sich allerdings für eine Maurerlehre bei der Firma Gerdes an der Ludwigstraße. 1958 bestand der gebürtige Nordenhamer seine Gesellenprüfung mit Auszeichnung.

Bis 1960 arbeitete er noch auf dem Bau, dann nahm Gerd Meiners an der damaligen Staatsbauschule (Fachhochschule) in Oldenburg sein Bauingenieur-Studium auf. 1963 schloss er das Studium mit dem besten Zeugnis seines Semesters ab. Als frischgebackener Ingenieur wollte er als Partner in das Nordenhamer Architekturbüro Denker einsteigen. Da kam ihm jedoch die Bundeswehr-Einberufung in die Quere. Die Soldatenzeit führte ihn unter anderem nach Essen, wo er beinahe geblieben wäre. Aber dann hörte er von dem Jobangebot aus der Heimatstadt.

Zuerst im Hochbauamt

Am 1. Mai 1966 trat Gerd Meiners bei der Stadtverwaltung seine Anstellung im Hochbauamt an. 1979 übernahm er auf Wunsch des damaligen Stadtdirektors Friedrich Knöppler die Leitung des Tiefbauamtes. Zehn Jahre später erfolgte mit der Ernennung zum Baudezernenten der nächste Karriereschritt. In diesem Amt löste er Hans-Jörg Peters ab, den es nach Mülheim gezogen hatte.

Bei seiner Verabschiedung blickte er auf eine sehr interessante Zeit zurück: „Es war spannend, an der Gestaltung einer Stadt mitwirken zu können und zu erleben, wie eigene Ideen verwirklicht werden.“ Einige Details hätte er aus späterer Sicht vielleicht anders gemacht, räumte Gerd Meiners damals selbstkritisch ein, „aber im Großen und Ganzen ist das Ergebnis wohl in Ordnung“. Ein „echtes Desaster“, wie er es selbst formulierte, war jedoch die Panne, die sich eine Baufirma beim Verlegen der Granitplatten auf dem neugestalteten Marktplatz geleistet hatte. Weil die Kanten absplitterten, mussten sämtliche Platten aufgenommen und neu verlegt werden.

Nach seiner Pensionierung nutzte der Nordenhamer seine neugewonnene Freizeit am liebsten für das Tennisspielen und für Reisen mit seiner Frau. Auch auf Baustellen war er noch hin und wieder anzutreffen – in seiner Funktion als Bausachverständiger. Später zog Gerd Meiners aus familiären Gründen mit seiner Ehefrau nach Hamburg.


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Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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