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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Schwarz und Rot auf Annäherungskurs

30.11.2017

Nordenham Nach dem Platzen der Jamaika-Verhandlungen über ein Regierungsbündnis aus CDU, FDP und Grünen ist eine Neuauflage der Großen Koalition wieder ein Thema. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Spitzen von Union und SPD für diesen Donnerstag zu einem Treffen eingeladen, um zu klären, ob Schwarz und Rot doch noch einmal zusammenpassen. Was halten führende Nordenhamer Lokalpolitiker der beiden Parteien davon? Die NWZ hat die Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen, Horst Wreden (CDU) und Wilfried Fugel (SPD), nach ihrer Meinung gefragt.

 CDU

Horst Wreden ist enttäuscht vom Verlauf der gescheiterten Jamaika-Sondierungen. „Das war schwach“, findet er, „irgendwie hätte man das hinbekommen müssen.“ Der CDU-Vormann hält nichts von einer Wiederholung der Bundestagswahl, weil er eine schwache Wahlbeteiligung und eine Stärkung der rechtspopulistischen AfD befürchtet. Außerdem würde sich seiner Ansicht nach am Ergebnis wenig ändern. Daher hält er es „nicht für verkehrt“, wenn CDU und SPD wieder gemeinsam Regierungsverantwortung übernehmen. In den vergangenen vier Jahren hat seiner Meinung nach die Große Koalition in Berlin „gut zusammengearbeitet“. Darauf ließe sich jetzt aufbauen.

Allerdings warnt Horst Wreden die SPD davor, „zu viel zu fordern“. Gemeinsames Ziel sollte sein, etwas für Deutschland zu erreichen. Dahinter müsse die Parteipolitik zurückstehen. Eine Minderheitsregierung wäre für Horst Wreden keine bevorzugte Variante, weil damit viel Anstrengung und Aufwand verbunden wäre. „Da ist die Große Koalition auf jeden Fall die bessere Lösung“, sagt er.

 SPD

Begeisterungsstürme löst der Gedanke an eine Neuauflage des schwarz-roten Regierungsbündnisses bei Wilfried Fugel zwar nicht aus. Aber angesichts der verfahrenen Ausgangslage hält auch der SPD-Fraktionschef im Nordenhamer Stadtrat die Große Koalition für den einzigen Ausweg.

Für die SPD als Partei wäre es seiner Meinung nach angenehmer, in die Opposition zu gehen. Denn die Erfahrungen hätten gezeigt, dass in einer Großen Koalition „der kleine Partner Federn lassen muss“. So seien die Erfolge der vergangenen Jahre vor allem der CDU angerechnet worden.

Weil es aber um die „Räson für das Land geht“, spricht sich Wilfried Fugel dafür aus, dass seine Partei erneut mit der CDU die Bundesregierung stellt. Eine solche Vernunftehe wäre „im Interesse Deutschlands“ der richtige Schritt, meint Wilfried Fugel. „Plicht ist Pflicht“, sagt er, „Kür ist etwas anderes.“

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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