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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Reichspogromnacht: Mahnwachen zum Gedenken an Opfer in Nordenham

05.11.2020

Nordenham Das Aktionsbündnis „Nordenham bleibt bunt“ lädt für Montag, 9. November, zum Gedenken an die Geschehnisse der Reichspogromnacht ein. Um 17 Uhr beginnen mehrere Mahnwachen. Neu ist eine Abschlussmahnwache ab 18.15 Uhr auf dem Nordenhamer Marktplatz mit ökumenischem Segen.

Als am 9. November 1938 die Synagogen Deutschlands in Flammen aufgingen, begann in Deutschland eine systematische Verfolgung von Juden, die im Holocaust gipfelte. Auch Nordenhamer Juden wurden drangsaliert, inhaftiert oder ins KZ deportiert. Einigen wenigen gelang die Flucht. Die meisten wurden in den Vernichtungslagern ermordet. Das Aktionsbündnis will ein Zeichen dafür setzen, dass die Gräueltaten des nationalsozialistischen Regimes nicht vergessen sind.

Seit September 2010 gibt es 24 so genannte Stolpersteine an sieben Adressen in Nordenham. Hier befinden sich die ehemaligen Wohnhäuser der Nordenhamer Juden. Und hier finden auch die einzelnen Mahnwachen statt und zwar ab 17 Uhr Am Salzendeich 19 in Einswarden, ab 17.30 Uhr an der Walther-Rathenau-Straße 208 sowie ab 17.45 Uhr an der Hafenstraße 13, an der Wilhelmstraße 16, an der Bahnhofstraße 18 und in der Fußgängerzone (LzO und Commerzbank).

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Seit 2015 organisiert Nils Humboldt die jährlichen Mahnwachen, seit 2016 gemeinsam mit dem DGB-Kreisverband Wesermarsch. In diesem Jahr übernimmt das Bündnis „Nordenham bleibt bunt“ die Organisation der Gedenkveranstaltung, bei der auch die Nordenhamer Kirchengemeinden mitmachen.

Ab 18.15 Uhr findet eine etwa halbstündige Abschlussveranstaltung auf dem Marktplatz statt. Nach einer Einleitung von Nils Humboldt als Vertreter des Aktionsbündnisses wird es Wortbeiträge von Bürgermeister Carsten Seyfarth und Dorothee Koch vom DGB geben. Außerdem sprechen die evangelische Pfarrerin Heike Boelmann-Derra und der katholische Pfarrer Karl Jasbinschek. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von der Nordenhamer Gruppe Jasch.

Die Teilnehmer dürfen gerne eigene Windlichter für die Abschlussmahnwache mitbringen. Aktuelle Infos zur Veranstaltung und zu „Nordenham bleibt bunt“ finden Interessierte auf der Facebook-Seite des Bündnisses.

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