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SPD-Stadtverband Nordenham: Trotz Finanznot das soziale Netzwerk bewahren

20.04.2021

Nordenham Eine scheinbar unendliche Geschichte findet in diesem Jahr doch ein gutes Ende: „Die Sanierung des Hallenbades Nord können wir aus unserem Wahlprogramm streichen“, stellte Vorsitzender Jürgen Hülsebusch jetzt bei der Delegierten-Versammlung des SPD-Stadtverbandes Nordenham in der Friedeburg fest. Dass die seit 15 Jahren andauernden Bemühungen der Stadt um eine Lösung für das marode Bad in diesem Jahr zum Abschluss gebracht werden können, ist einem 345 000-Euro-Zuschuss aus dem Sportstätten-Sanierungsprogramm des Landes Niedersachsen zu den auf fast 900 000 Euro veranschlagten Kosten zu verdanken.

Wahlprogramm

Ihr Wahlprogramm für die Kommunalwahl am 12. September will die SPD im Mai vorstellen, kündigte Nils Humboldt, Vorsitzender des Ortsvereins Nordenham, an. Einige Themen, die darin enthalten sein könnten, sprachen Gäste der Zusammenkunft an, in deren Mittelpunkt die Kandidaten-Kür für die Stadtratswahl stand.

„Wir sollten das soziale Netzwerk mit allen freiwilligen Leistungen der Stadt trotz aller finanziellen Schwierigkeiten aufrechterhalten“, warb Bürgermeister Carsten Seyfarth, der mit der Unterstützung der SPD erneut für das Amt kandidiert, um die Mithilfe seiner Partei. In der Diskussion um das in der Ilsestraße geplante Regionale Versorgungszentrum, bei der man viel um Parkplätze und Standort debattieren könne, kämen ihm die Vorteile dieses Modellprojekts viel zu kurz.

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Klimaschutz

Auf die Chancen des Klimaschutzpakets auch für die Betriebe in Nordenham wies die SPD-Bundestagsabgeordnete und -Kandidatin Susanne Mittag in ihrem Grußwort an die Teilnehmer der SPD-Delegiertenversammlung hin. Es stünden noch erhebliche Summen zur Verfügung, um den Firmen den Einstieg in die Nutzung regenerativer Energien zu ermöglichen. Dabei könnte beispielsweise die Nordenhamer Zinkhütte, die den Strombedarf einer Stadt wie Oldenburg habe, nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, sondern auch erhebliche Energiekosten einsparen.

Es sei eine faszinierende Idee, mehrere Leistungen unter einem Dach mit nur kurzen Wegen anbieten zu können. Dabei gehe es nicht nur um die hausärztliche Versorgung. Mit der geplanten Hebammenpraxis werde zumindest ein Beratungsproblem gelöst, das seit seit der Schließung der Geburtenstation in der Helios-Klinik bestehe. Hinzu kämen ein sozialpsychiatrischer Dienst, ein Senioren- und Pflegestützpunkt sowie ein Gesundheitsmanagement. Diese Chance für Nordenham lasse er sich nicht kaputtreden, machte Carsten Seyfarth deutlich.

Erzieherinnen fehlen

Dass die Stadt nach Aussagen des Bürgermeisters bereit ist, in ihren Kindertagesstätten Plätze für eine duale Ausbildung von Erzieherinnen zu schaffen, freute die Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Wesermarsch und Landtagsabgeordnete, Karin Logemann. Sie wies darauf hin, dass mit einer Änderung des Kindertagesstättengesetzes der Betreuungsschlüssel in den Einrichtungen erhöht werden müsse. Die geforderte dritte Kraft in den Gruppen sei weniger ein finanzielles, sondern mehr ein personelles Problem.

„Uns fehlen die Fachkräfte“, machte die SPD-Politikern deutlich. Deshalb müsse der Beruf der Erzieherin attraktiver werden. Das sei mit einer nur dreijährigen dualen Ausbildung, während der die angehenden Erzieherinnen bereits Geld verdienen, möglich. Bislang absolvieren sie eine vierjährige Ausbildung ohne Entlohnung während der Praxiszeit.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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