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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Hier haben Anwohner Angst um Leib und Leben

24.11.2018

Nordenham Die Beseitigung von Stolperfallen auf Geh- und Radwegen an der Hansingstraße lässt weiter auf sich warten, weil die Fraktionen im Stadtrat noch keine Mehrheit für eine Entscheidung zusammenbringen können. Zurzeit sperrt sich die SPD gegen eine angestrebte teilweise Übergangslösung, wonach eine Versuchsstrecke erstellt werden soll.

Wurzelaufbrüche

Zwischen Schützfelder Weg und Bahndamm sollen die durch Wurzelaufbrüche von Bäumen entstandenen Stolperfallen beseitigt werden, indem nach Baumfällaktionen übergangsweise Hansegrand, also feiner Splitt, aufgebracht wird. So entstehen wassergebundene Wegstücke ohne Stolperfallen.

Die SPD-Fraktion meint nun, dass nichts überhastet werden dürfe und die Stadtverwaltung zunächst eine Gesamtplanung für die künftige Bedeutung der Hansingstraße im Verkehrsnetz der Stadt vorlegen müsse.

So müsse auch geklärt werden, ob die Hansingstraße künftig weiterhin eine Durchgangsstraße sein solle – ebenso wie der Mittelweg und die Oldenburger Straße. Die SPD will so auch eine unnötige Abholzung von Bäumen vermeiden.

Für diesen Einspruch gegen eine sofort herzustellende Versuchsstrecke bekam die SPD Donnerstagabend im Bauausschuss des Stadtrates Unterstützung von Mario Kauschmann (Grüne), der weiterhin fordert, dass Alternativen wie etwa eine Tempo-30-Begrenzung geprüft werden sollen.

FDP-Fraktionschef Manfred Wolf äußerte Unverständnis über das Vorgehen der SPD, die damit „einfach über den Haufen“ werfe, was die Radwege-Arbeitsgruppe vorgeschlagen habe. In dieser Gruppe sei auch die SPD vertreten – mit dem früheren Bauhofleiter Jürgen Hülsebusch.

CDU-Fraktionschef Horst Wreden kommentierte den Antrag der SPD Donnerstagabend so: „Alle sind verärgert, auch die Verwaltung ist verärgert, weil wir wieder bei Null gelandet sind.“ Das von der SPD geforderte Gesamtkonzept sei erst nötig, wenn die Rad- und Gehwege komplett erneuert werden sollen und das werde vermutlich zwei Millionen Euro kosten. Zudem dürften Bäume aus Naturschutzgründen nur bis zum 28. Februar gefällt werden, so dass Gefahr bestehe, dass im nächsten Jahr nichts realisiert werden kann. Auch Mustafa Sahin (WIN) plädierte für die Versuchsstrecke.

SPD-Fraktionschef Wilfried Fugel wies darauf hin, dass der Verwaltungsausschuss der Stadt inzwischen bereits einstimmig beschlossen habe, dass sieben als krank eingestufte Bäume gefällt werden. „Das ist ohne Zweifel für die Verkehrssicherheit nötig und beschlossen.“ Wenn es für die Versuchsstrecke um mehr als diese sieben gehe, müsse nach Ansicht der SPD zunächst eine Gesamtplanung erstellt werden.

Sitzung unterbrochen

Die Sitzung wurde unterbrochen, um Horst Wauer, den Sprecher von Anliegern der Hansingstraße, die eine Bürgerinitiative gründen wollen, zu Wort kommen zu lassen. Horst Wauer mahnte eine rasche Lösung an: „Wir Anlieger haben Angst um Leib und Leben.“ Besonders bei Platanen seien die Gefahren plötzlicher starker Brüche sehr groß.

Bürgermeister Carsten Seyfarth (SPD) mahnte eine rasche Gefahrenabwehr an. Er schlug daher als Kompromiss vor: In einer der nächsten Sitzungen wird die Planung für die Versuchsstrecke und ebenso eine von der Verwaltung bis dahin zu erarbeitende grobe Gesamtplanung für die Hansingstraße zur Entscheidung vorgestellt.

Der Bauausschuss nahm diesen Kompromissvorschlag bei einer Enthaltung (Manfred Wolf) einstimmig an.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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