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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Tag Der Arbeit In Nordenham: Zwischen Kundgebung und Partyfieber

30.04.2019

Nordenham Die einen gehen auf die Straße und demonstrieren, die anderen machen Party bis tief in die Nacht oder nutzen den Tag zur Entspannung. Der 1. Mai steht vor der Tür. Die NWZ hat sich bei einer Umfrage umgehört, wie Nordenhamer den Feiertag am Mittwoch verbringen und welche Bedeutung er für sie hat.

Seinen Ursprung hatte der 1. Mai im Jahr 1886 in den USA. Ein mehrtägiger Generalstreik mit rund 400 000 Beschäftigten aus 11 000 Betrieben wurde von den Handels- und Arbeitergewerkschaften ausgerufen, um den Achtstundentag zu etablieren. Ein tragisches Ereignis überschattete den mehrtägigen Streik. Eine Splitterbombe wurde auf Polizeibeamten geworfen, so dass etliche Verletzte und auch Tote zu beklagen waren. Ein interessanter Fakt: In den USA ist der 1. Mai bis heute kein Feiertag.

Nach den Ereignissen in den USA wurde einige Jahre später auch in Deutschland der 1. Mai als Kampftag der Arbeiterklasse ausgerufen. Am 1. Mai 1890 versammelten sich rund 100 000 Arbeiter auf den Straßen, um nach dem Vorbild der USA den Achtstundentag zu fordern. Der Erfolg blieb aber vorerst aus. Erst im Jahr 1918 war es soweit. Die SPD setzte sich in den Folgejahren dafür ein, den 1. Mai zusätzlich als Feiertag einzuführen. Dies gelang den Sozialdemokraten 1919 dann auch, jedoch nur für dieses eine Jahr. Erst 1933 wurde der 1. Mai ausgerechnet von den Nationalsozialisten als „Feiertag der nationalen Arbeit“ ausgerufen.

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Wie stehen die Nordenhamer heute zu dem Feiertag? Das wollte die NWZ bei einer Umfrage in der Innenstadt wissen.

Heike Stahl-Krippner ruht sich am 1. Mai aus und genießt die Zeit mit ihrer Familie. „Die Kinder kommen zu uns und wir essen alle zusammen“, sagt die 55-Jährige. Sie hält den Feiertag durchaus für zeitgemäß und freut sich, frei zu haben. Das Maibaumsetzen besucht sie aus Zeitgründen dieses Jahr nicht. Ihre Tochter fährt jedoch, wie viele andere Jugendliche aus Nordenham, zum Frühtanz nach Spohle. Dort wird den ganzen Tag über ausgelassen gefeiert zur Musik zahlreicher Discjockeys.

Für Heiko Rusterberg (54) hat der Maifeiertag zwar keine tiefergehende Bedeutung, aber auch er nutzt den Tag, um gemeinsam mit der Familie zu entspannen und eventuell ein Maibaumsetzen zu besuchen.

Der 24-jährigen Alyssa Hülsmann kommt der 1. Mai ebenfalls zu Gute. Sie hat an der Fachoberschule frei und kann somit am Spohler Frühtanz teilnehmen und mit ihren Freunden feiern. Zum Maibaumsetzen wird sie nicht gehen.

Auch Nico Bischoff (22) fährt zu der Party nach Spohle. „Ich schlafe erstmal bis 5 Uhr morgens aus. Dann geht’s um 6 Uhr zum Grillen mit der Fußballmannschaft und daraufhin mit dem Bus nach Spohle.“ Auch er freut sich auf den Feiertag und besucht am Vorabend voraussichtlich noch das Maibaumsetzen in Abbehausen.

Die konträre Seite des Feiertags beleuchtet Pamela Wolff (50). Sie ist in der Gastronomie tätig und muss am Feiertag arbeiten. Viel Freizeit bleibt ihr nicht. Trotzdem lässt sie sich das Geburtstagsfest ihrer Freundin am Abend nicht entgehen. Den Feiertag sieht sie als sinnvoll an, „da wir in Niedersachsen zu wenige Feiertage haben“.

Für Deniz Ugurlu beginnt der Tag der Arbeit um 10 Uhr am Nordenhamer Bahnhof. Von dort aus startet die Demo des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Richtung Jahnhalle. Der 22-Jährige will sich die Reden anhören und den Auftritt der Musikgruppe Jasch miterleben. Er schätzt den Maifeiertag, findet es jedoch schade, dass immer weniger Menschen über dessen historische Bedeutung Bescheid wissen.

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