• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Empfehlungen statt Vorschriften für Gartengestaltung

27.10.2018

Nordenham Mit ihrem Vorstoß, in Nordenham eine Satzung für die Gestaltung von Vorgärten und Einfriedungen einzuführen, hat die FDP-Stadtratsfraktion für große Unruhe unter den Grundstückseigentümern gesorgt. In Leserbriefen und Online-Zuschriften an die NWZ machten die Immobilienbesitzer ihrem Ärger Luft und kritisierten den Vorstoß als eine Bevormundung. Jetzt können sie sich wieder entspannen: Die FDP hat ihre Forderung nach einer Satzung mit reglementierenden Vorgaben zurückgezogen. Stattdessen sprechen sich die Freidemokraten dafür aus, es bei einer Empfehlung zu belassen und niemanden zu einer bestimmten Grundstücksgestaltung zu zwingen.

In einer Sitzung des Bauausschusses machte FDP-Vormann Manfred Wolf deutlich, dass es ihm nie darum gegangen sei, „Kiesel in Vorgärten zu verbieten“. Er habe nur erreichen wollen, dass großflächige Flächenversiegelungen unterbleiben und die Natur in den Gärten mehr Raum bekommt. Das gelte ebenso für übertrieben hohe Einzäunungen, die so manche Straße in Nordenham wie eine Schlucht aussehen lassen.

In der Ausschusssitzung stellte Baudezernentin Ellen Köncke klar, dass über das Baurecht und die Bebauungspläne ohnehin festgelegt sei, dass der Umwelt- und Naturschutz berücksichtigt werden müsse. Allerdings räumte sie auf Nachfrage des SPD-Fraktionschefs Wilfried Fugel ein, dass die Stadt Nordenham bislang noch in keinem Fall einem Missstand nachgegangen sei und Sanktionen verhängt habe. Solche Kontrollen seien „personell nicht leistbar“.

Wilfried Fugel betonte, dass die SPD eine Gestaltungssatzung nicht mitgetragen hätte. „Empfehlungen ja“, sagte er, „aber keine Verbote.“ Unter anderem sei zu berücksichtigen, dass pflegeleichte Gärten mit Kies und Steinen für ältere Leute von Vorteil seien. Diese Position vertrat auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Horst Wreden. Gestaltungsvorschriften für Gärten wären ein zu harter Eingriff in die Freiheit der Bürger. „Wir setzen auf Freiwilligkeit“, sagte er.

Auch Linken-Ratsfrau Astrid Ammermann lehnte eine „Maßregelung der Einwohner“ ab.

Mario Kauschmann von den Grünen, die sich ebenfalls für die Verpflichtung zu mehr Grün in den Gärten ausgesprochen hatten, unterstützte ebenfalls den abgeschwächten FDP-Antrag.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
Rufen Sie mich an:
04731 9988 2201
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.