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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

KOMMUNALWAHL: Plakatwahlkampf mit Überraschungen

07.09.2006

NORDENHAM Hunderte von Polit-Plakaten bestimmen zurzeit das Stadtbild. Nur die Grünen und die WIN präsentieren nicht ihre Kandidaten.

von norbert hartfil NORDENHAM - Selbst für den CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Horst Wreden kam die Aktion überraschend. Innerhalb weniger Stunden hatte sein Parteifreund Dr. Hans Schmid weite Teile der Stadt mit eigenen Wahlplakaten bestückt. Diese modern gestalteten Farbposter, auf denen Schmid sich als Kandidat für Stadtrat und Kreistag selbstbewusst in Position bringt, heben sich deutlich von den übrigen CDU-Plakaten ab. Das ist kein Wunder. Denn der Sympathiewert der düsteren Schwarz-Weiß-Fotos auf den offiziellen Papierbögen des Stadtverbandes hält sich eher in Grenzen.

Parteichef Wreden weiß, dass einige Spötter die CDU-Poster sogar als Fahndungsplakate verulken. Aber er ist mit der Gestaltung ganz zufrieden. Schließlich gehe es ja auch ums Geld. Und hochwertige Vierfarbdrucke in Designerqualität könne sich der Stadtverband nicht leisten. Dass die Kandidaten darüber hinaus eine eigene Werbung betreiben, hält Wreden grundsätzlich für in Ordnung. Der Umfang der Schmid’schen Plakataktion geht ihm allerdings doch etwas gegen den Strich. „Aber letztlich profitiert die ganze Partei davon“, sagt Wreden, „es steht ja CDU drauf.“

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Der CDU-Stadtverband selbst hat rund 300 Plakate in der Stadt angebracht. Hinzu kommen einige Extra-Poster des Einswarder Kandidaten-Trios, das aus Dr. Tilman Kaethner, Peter Möllenbeck und Thomas Pelzel besteht. Die Kosten dafür müssen sie – wie Schmid auch – selbst aufbringen.

Der SPD-Stadtverband hat nach Auskunft seines Vorsitzenden Kurt Winterboer beschlossen, keine Kandidatenalleingänge bei der Plakatwerbung zu erlauben. „Das würde ein zu großes Durcheinander abgeben“, sagt er. Dafür setzen die Sozialdemokraten auf Mannschaftsbilder, die am Weserstrand entstanden sind. Ein Preis für modernes Plakatdesign lässt sich damit aber auch nicht gewinnen, zumal es offensichtlich ist, dass Ingrid Tetz nachträglich ins Bild retuschiert wurde.

Mit jeweils rund 250 Plakaten für Stadtrat und Kreistag wirbt die SPD an den Straßen in Nordenham. Darüber hinaus haben die Sozialdemokraten 15 000 Flyer drucken lassen. Etwas irritierend sind die Aufdrucke auf den Handzetteln, die bis auf Schweewarden jeden Stadtteil nennen. Wollen die Sozialdemokraten etwa Schweewarden kampflos der CDU überlassen? Auch die zum Teil unscharfen Fotos und die dubiose Motivwahl – was sollen leere Stühle vor einer Schultafel bedeuten? – trüben den Eindruck der Flyer. Für die Werbung mit persönlicher Note hat die SPD noch Postkarten mit einem Einzelfoto des jeweiligen Kandidaten im Angebot.

Ganz auf die Wirkung ihrer Kandidaten setzt die FDP. An den Kosten für die Plakate mit den Kopfbildern mussten sich die Bewerber beteiligen. Ingesamt 60 Wahlposter und vier große Stelltafeln haben die Freidemokraten nach Auskunft ihres Stadtverbandsvositzenden Bernd Ross in Nordenham verteilt.

Kandidaten-Bilder der Grünen gibt es in der Straßenwerbung nicht zu sehen. Stattdessen beschränkt sich die Partei auf allgemeine Botschaften zum Beispiel zu den Themen Schule, Arbeit und Umwelt.

Auch die Stadtratsanwärter der Wählerinitiative Nordenham treten am Straßenrand nicht in Erscheinung. Die WIN ist allein mit ihrem Leuchtfeuer-Logo präsent. Der schlichte Werbespruch dazu lautet „Einfach besser“.

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