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Zugverkehr nach Unfall gestört
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Aktualisiert vor 3 Minuten.

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Zugverkehr nach Unfall gestört

NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Praxis bei Verordnung mitnehmen

21.12.2016

Elsfleth Die Beteiligten müssen endlich in einen Dialog treten, dies forderten Kapitän Johannes Reifig, Präsident des Schulschiffvereins Großherzogin Elisabeth, und Werner von Unruh, Sprecher der GSHW (Gemeinsame Kommission für Historische Wasserfahrzeuge) beim Besuch der CDU-Bundestagsabgeordneten Astrid Grotelüschen und des CDU-Landtagsabgeordneten Björn Thümler in Elsfleth.

Das Treffen fand auf der „Lissi“ statt und so sahen die Anwesenden gleich, was auf dem Spiel steht. Die vom Verkehrsministerium geplanten neuen Sicherheitsrichtlinein für Traditionsschiffe bieten seit Wochen Diskussionsstoff. Vereine, Verbände und Hafenstädte hatten einen ersten Entwurf stark kritisiert. Die strengen Regelungen hätten für viele Vereine, die ein Traditionsschiff betreiben, das Aus bedeutet, war eine drastische Warnung.

Er habe den Eindruck, dass in vielen Bereichen die bestehenden Vorschriften aus der Berufsschifffahrt einfach auf die Traditionsschiffe übertragen worden sein, kritisierte Werner von Unruh. Natürlich müsse die Sicherheit auch auf Traditionsschiffen gegeben sein, daran ließen Reifig und von Unruh keinen Zweifel. Sie betonten, dass die „Lissi“ die bestehenden Standards erfülle, sogar übertreffe. Doch vor allem das Argument, es hätte in der Vergangenheit schwere Unfälle von Traditionsschiffen gegeben und deshalb müssten die Sicherheitsstandards erhöht werden, sahen Reifig und von Unruh aus der Luft gegriffen. Im Gegenteil, die Unfallentwicklung deutscher Traditionsschiffe sei positiv, sagte von Unruh.

Der Entwurf hätte unter anderem verschiedene Abnahmen wie neue Standards für das Stabilitätshandbuch vorgesehen. Außerdem sollte auch Traditionsschiffen ein Freibord zugewiesen werden. An der „Lissi“ wären kleinere bauliche Veränderungen nötig gewesen, sagte Reifig. Das alles ist mit erheblichen Kosten verbunden. Auch die Anforderungen an Besatzungsmitglieder sollten laut dem ersten Entwurf steigen. Die Crewmitglieder müssten Zusatzqualifikationen erwerben. Es sei fraglich, ob man diese Kosten den Mitgliedern, die sich ehrenamtlich um den Erhalt der Traditionsschiffe kümmern, zumuten könne. Die Vereine, die wie beispielsweise bei der „Lissi“ nicht nur eine Stammcrew, sondern mehrere Crews, die die Törns in ihrer Freizeit begleiten, haben, stünden jedoch vor großen finanziellen Herausforderungen, wenn sie diese Maßnahmen aus eigener Tasche bezahlen sollten, machten Reifig und von Unruh deutlich.

„Die Verordnung basiert auf einer guten Absicht, hat sich dann aber zu einem bürokratischen Monster entwickelt“, fasste Björn Thümler die Entwicklung zusammen. Es sei sehr unglücklich gewesen, dass die Vereine und Verbände nicht mit einbezogen worden sein, sondern ihnen der Entwurf einfach vorgesetzt wurde, sagte Thümler.

Doch die Überarbeitung des ursprünglichen Entwurfs zeige, dass die Politik die Bedenken ernst nehme. Astrid Grotelüschen konnte für einige Punkte Entwarnung geben, wie die geforderten wiederkehrenden Erste-Hilfe-Anforderungen, die gelockert werden würden. Auch der ursprünglich geplante Stichtag – 1. Januar 2017 – sei vom Tisch.

Die Anwesenden waren sich darin einig, dass die Politik mit den Vereinen in einen Dialog treten müsse. Das Gespräch auf der Lissi wollten Grotelüschen und Thümler mit in die Gremien nehmen.

Merle Ullrich Nordenham / Redaktion Nordenham
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