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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

„Recht hat er, der Herr Dr. Kluth!“

13.06.2020
Betrifft: „,Technischer K.o.’ wäre 2021 erfolgt“ (NWZ vom 11. Juni 2020)

Recht hat er, der Herr Dr. Kluth! Verantwortlich für die steigenden Probleme der ländlichen Arztversorgung ist nach meiner Erfahrung – ich bin ehrenamtlich mit der Arztsuche beschäftigt – vorwiegend die Bundespolitik. Aber nicht erst mit Jens Spahn. Anfang der Neunziger hat sich Horst Seehofer im gleichen Amt zum Vater aller Probleme gemacht und die Studienplatzzahl für Mediziner von 13 000 auf 9 000 reduziert.

Nicht nur er, sondern auch die Ärztevertreter fürchteten eine Ärzteschwemme. Keiner hat sich wohl mit der Altersstruktur der Ärzteschaft beschäftigt. Außerdem wurde der von mir grundsätzlich als falsch eingeschätzte Numerus clausus, die Abiturnoten-Anforderung, noch verschärft. Unendlich viele geeignete junge Menschen konnten und können nicht Medizin studieren. Jetzt gibt es zwar schon wieder knapp mehr als 11 300 Studienplätze, doch die von Herrn Kluth genannten 16 000 wären schon seit Anfang 2000 notwendig gewesen. Deshalb: „Die KV kann keine Ärzte backen…“.

Erschwerend kommt hinzu, dass die ständigen Eingriffe der Politik in die Handlungsfreiheit niedergelassener Ärzte die jungen Mediziner, die jetzt anfangen möchten, dazu bewegen, bestenfalls angestellt arbeiten zu wollen. Und nicht im ländlichen Raum.

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Die Verantwortung für den Verwaltungsaufwand und die Risiken sollen andere tragen. Außerdem ist der Anteil der Studienabgänger, die nie am Patienten arbeiten, sondern von der Pharmaindustrie abgeworben werden, seit Jahren steigend, aktuell mehr als die Hälfte. Nun rauben uns noch die Strukturmängel am Praxisort ältere Ärzte, die noch im arbeitsfähigen Alter sind.

Gerhard Roos Sehestedt

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