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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Kreis bremst Kita-Pläne aus

01.09.2018

Rodenkirchen Die Gemeindeverwaltung wird eine neue Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Zukunft der Kinderbetreuung in Rodenkirchen erstellen lassen. Weil das Rathauspersonal das kurzfristig nicht selbst leisten kann, wird ein externer Anbieter damit beauftragt.

Sitzung unterbrochen

Erst auf der Grundlage dieser Zahlen wollen Infrastrukturausschuss und Rat entscheiden, ob es einen Neubau hinter der Großsporthalle oder einen Anbau an die Krippe Löwenzahn geben soll. Auf diese Vorgehensweise hat sich der Rat am Donnerstagabend nach längerer Debatte und einer Unterbrechung der Sitzung geeinigt.

Wie berichtet, favorisiert die Mehrheit aus SPD, WPS und FDP den Neubau, während CDU und Grüne für den Anbau sind. Doch eine Entscheidung konnte nicht herbeigeführt werden, weil die Kommunalaufsicht der Kreisverwaltung nach der jüngsten Sitzung des Infrastrukturausschusses des Rates eine Wirtschaftlichkeitsberechnung angefordert hatte.

Alle Vorhaben der Gemeinde seien wegen der finanziellen Probleme auf das absolut notwendige Maß zu reduzieren, teilte die Kommunalaufsicht mit. Halte sich die Gemeinde nicht daran, werde die Behörde künftig keine Kredite mehr genehmigen. In diese Berechnung müsse auch der Größenunterschied einfließen: Während der Anbau eine Gesamtfläche von nur 412 Quadratmetern einnehmen soll, sind für den Neubau bei gleicher Kapazität 637 Quadratmeter vorgesehen.

Daraufhin sandte Gemeindekämmerer Gerd Schierloh den Fraktionen kurzfristig eine Wirtschaftlichkeitsberechnung zu. Diese Berechnung sei für eine eingehende Beratung zu spät geschickt worden und wirke zudem unzureichend, kritisierte die Grünen-Fraktionschefin Elke Kuik-Janssen. Ihre Fraktionskollegin Andrea Arens beantragte daraufhin, das ganze Thema trotz der Zeitnot in die Fraktionen und den Ausschuss zurückzuverweisen.

Nach dem diesem Antrag bat die Mehrheitsgruppe um eine Unterbrechung der Sitzung, anschließend stimmte sie zu.

Krippe an der Sackgasse

Zu Beginn der Debatte hatte der SPD-Fraktionsvorsitzende Siegmar Wollgam noch einmal deutlich gemacht, warum die Mehrheitsgruppe den Neubau will, obwohl er deutlich teurer ist. Ein Neubau biete bessere Perspektiven für die Zukunft. Die bestehenden Einrichtungen seien aufgrund veränderter gesetzlicher Vorgaben immer wieder umgebaut oder vergrößert worden.

Zudem liege die Krippe in der Sackgasse An den Buchen, was sowohl für die Bauphase als auch in den Bring- und Holzeiten während des Betriebs problematisch sein werde. Hinzu komme, dass wegen des Deichrechts An den Buchen keine Erweiterungsmöglichkeit mehr bestehe.

Der Neubau an der Großsporthalle könne dagegen erweitert werden, wenn der Kindergarten Regenbogen an der Sportstraße nicht mehr renoviert werden könne. In diesem Zusammenhang machte die Grünen-Fraktionschefin und Grundschul-Rektorin Elke Kuik-Janssen Gedankenspiele der Mehrheitsgruppe öffentlich, den Kindergarten für die unter Raumnot leidende Schule zu nutzen – statt des vom Kollegium gewünschten Anbaus. Sie wies diese Gedankenspiele mit Empörung zurück.

Auch CDU-Fraktionschef Günter Busch sprach sich gegen einen Umzug des Kindergartens aus. Sollte er wirklich nicht mehr renoviert werden können, müsse er an derselben Stelle wieder aufgebaut werden – allein schon wegen der Außenanlagen. Busch sprach sich aus Kostengründen erneut für einen Anbau An den Buchen aus und monierte ein weiteres Mal, dass die Gemeindeverwaltung immer noch nicht mit den Eigentümern der Erbbaufläche gesprochen habe, auf der die Krippe steht – und auch der Anbau stehen würde.

Henning Bielefeld
Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2203

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