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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Kindergarten-Krise In Rodenkirchen: Eltern drücken aufs Tempo – mit Erfolg

25.10.2019

Rodenkirchen Manchmal ist man zur richtigen Zeit am falschen Ort. So wie die Eltern des Container-Kindergartens Wiesenkieker, die am Mittwochnachmittag vor dem Rathaus in Rodenkirchen für eine schnelle Lösung ihrer Probleme demonstrierten. Doch der Infrastrukturausschuss des Rates, dem sie Beine machen wollten, hatte seine Sitzung kurzfristig in die Landgaststätte Seefelder Schaart verlegt.

Mit Schimmel belastet

Dennoch können die Eltern mit der Wirkung ihrer Fern-Demonstration zufrieden sein: Der Ausschuss stimmte nach längerer Diskussion mit einigen überraschenden Neuigkeiten einstimmig dafür, Tempo in die Angelegenheit zu bringen. Den Antrag dafür hatte der Sozialdemokrat Markus Dollerschell gestellt und darin alle Punkte eines Antrages der Grünen eingebaut.

Darin wird die Verwaltung beauftragt, so schnell wie möglich eine Wirtschaftlichkeitsberechnung vorzulegen, die aufzeigen soll, ob eine Sanierung des schimmelbelasteten Kindergartens Regenbogen günstiger ist oder ein Neubau. Außerdem soll die Verwaltung ermitteln, wie viele Kindergarten- und Krippenplätze tatsächlich gebraucht werden. In den vergangenen Jahren seien Zu- und Wegzüge nicht berücksichtigt worden. Außerdem erwarten die Politiker einen Zeitplan: Wie lange dauert die Sanierung, wann könnte ein Neubau fertig sein?

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Zudem soll sich der Jugendausschuss mit den Fragen befassen, wie in den anderen Dörfern eine 100-Prozent-Versorgung – auch in den Horten – gewährleistet und wie dafür Personal gewonnen werden könnte.

Mehrere Dutzend Eltern nahmen an der Demonstration vor dem Rathaus teil. Sie ziehen einen Neubau vor, wenn er wirtschaftlich zu vertreten ist. Der Kindergarten Regenbogen sei schon feucht gewesen, als er ihn besuchte, sagte der Elternvertreter Matthias Bruns. Die Heizung sei alt, und das Eternit-Dach auch. Das spreche für einen Neubau. Bürgermeister Klaus Rübesamen (SPD) hörte sich die Sorgen an und versprach bis spätestens zur Ratssitzung am 5. Dezember die in einem Anschreiben gestellten Fragen zu beantworten.

Schadstoffe festgestellt

In dem Container-Kindergarten Wiesenkieker sind die 60 Kinder untergebracht, die aus der sanierungsbedürftigen Hälfte des Kindergartens Regenbogen ausziehen mussten. Wie in der Sitzung bekannt wurde, ist der Regenbogen nicht nur von Schimmel befallen; zudem wurden inzwischen nicht näher bezeichnete Schadstoffe festgestellt, die derzeit das Ingenieurbüro Thalen-Consult untersucht. Politiker fragten, warum das nicht schon früher geschehen sei, denn diese Untersuchungen verzögerten eine Lösung zusätzlich.

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Elke Kuik-Janssen enthüllte, dass der Wiesenkieker gar nicht für Kinder konzipiert, sondern tatsächlich nur ein für Kinder aufgehübschter Büro-Container ist.

Doch weder in der verbleibenden Hälfte des Regenbogens noch im Container ist der Aufenthalt angenehm, wie die für beide Einrichtungen zuständige Leiterin Corinna Weinhold-Willms mitteilte: Im Regenbogen gebe es nur noch zwei Gruppenräume, aber keinen Differenzierungs- oder Bewegungsraum. Im Container sei es nicht nur laut, sondern im Sommer heiß und im Winter kalt. Das sei sowohl für die Kinder als auch für die Erzieherinnen „nicht schön“.

Container bis 2021

Dennoch wird sich dieser Zustand verlängern, wie Bürgermeister Klaus Rübesamen ankündigte: Der Container soll so ausgebaut werden, dass die Gemeinde ihn nicht nur, wie vorgeschrieben, zwei, sondern sogar drei Jahre nutzen darf – also bis Oktober 2021. Kosten für die Gemeinde: rund 100 000 Euro im Jahr.

Ersetzt werden soll der Container dann durch eine langfristige Lösung: Umbau des Kindergartens Regenbogen oder Neubau an anderer Stelle. Ausgeschlossen sei ein Umbau mit Ausbau, sagte die zuständige Fachbereichsleiterin Sabine Walter: Die Genehmigung gelte nur für den Bestand. Ob der aber dauerhaft ausreicht, müssen die Zahlen zeigen, die die Verwaltung vorlegen soll.

Nächste Woche wird die Ausschreibung für den Anbau an die Krippe Löwenzahn An den Buchen veröffentlicht, der zwei je 25-köpfige Kindergarten-Gruppen und eine 15-köpfige Krippengruppe aufnehmen soll. Eigentlich sollten alle drei Gruppen den zusätzlichen Bedarf aufnehmen, aber jetzt wechseln die Regenbogen-Kinder zum Löwenzahn, wenn der Anbau im Dezember 2020 fertig ist.

Die 60 Wiesenkieker-Kinder dürfen dagegen nicht umziehen, sondern müssen im Container bleiben. Grund: Der Container hat, anders als Regenbogen und Löwenzahn, keine Genehmigung für den Ganztagsbetrieb.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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