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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Rückbau und Einschluss gegeneinander abwägen

20.11.2015

Rodenkirchen /Kleinensiel Die Atomkraftgegner sind sich nicht einig, ob der von Eon geplante schnelle Rückbau des Kernkraftwerks Unterweser (KKU) der beste Weg ist. Der Arbeitskreis Wesermarsch (AKW) der Anti-Atom-Initiativen fordert, dass schneller Rückbau und sicherer Einschluss in der Umweltverträglichkeitsprüfung von einem neutralen Gutachter abgewogen werden.

Das betonte Hans-Otto Meyer-Ott, Sprecher des AKW, am Mittwochabend bei einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Aktion Z im Gasthaus Friesenheim. Referent war der Physiker Wolfgang Neumann, Hannover, der vor rund 30 Zuhörern, darunter auch einige aus Driftsethe, über Stilllegung und Rückbau des KKU informierte. Neumann erstellt sowohl für die beiden Anti-Atom-Vereinigungen als auch für die Gemeinde Stadland Gutachten.

Auch Wolfgang Neumann vertrat die Ansicht, dass beide Verfahren gegeneinander abgewogen werden müssten, weil jedes Vor- und Nachteile habe. Das AKW-Mitglied Andreas Obermair, Hagen im Bremischen, hatte die Diskussion angefacht, als er sich bei einer Radiodebatte in Driftsethe klar für den sicheren Einschluss aussprach. Das sei seine persönliche Meinung und nicht die des AKW, betonte er im Gespräch mit der NWZ .

Sicherer Einschluss bedeutet, dass das 2011 abgeschaltete KKU erst in etwa 30 Jahren zurückgebaut und so lange gesichert wird. Auch Hinrich Brader, Kläger gegen das Zwischenlager, favorisiert diese Lösung, weil es beim späteren Rückbau vermutlich eine bessere Technik geben werde.

Für den sicheren Einschluss spricht nach Einschätzung von Wolfgang Neumann eine geringere Strahlenbelastung für Arbeitskräfte und Anwohner beim Rückbau. Dagegen spreche die Hochwassergefahr und dass der KKU-Betreiber Eon dann möglicherweise noch weniger Geld habe als heute.

Die Grünen-Ratsfrau Elke Kuik-Janssen sprach sich klar für einen schnellen Rückbau aus. Wer wisse, ob es in 30 Jahren noch Bürgerinitiativen mit engagierten und sachkundigen Mitgliedern gebe und wie dann politische Situation insgesamt aussehe, gab die 59-Jährige zu bedenken.

Henning Bielefeld
Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2203

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