• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Schlechte Noten für die Polizeireform

12.04.2005

WESERMARSCH WESERMARSCH/FIL - Scharfe Kritik an der Polizeireform, die zum 1. Dezember vergangenenen Jahres in Kraft getreten ist, übt der Kreisverband Cuxhaven/Wesermarsch der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG). „Die Landesregierung ist dabei, die Polizei kaputt zu sparen“, lautet das Urteil des DPolG-Kreisvorsitzenden Ralf Strüber aus Langen.

In einer ersten Bilanz bemängeln Strüber und der Pressesprecher des DPolG-Kreisverbandes, Rüdiger Kurmann aus Cuxhaven, dass die Vorgaben der Reform vier Monate nach ihrem Start noch längst nicht erfüllt worden seien.

„Die Auflösung der Polizeiinspektion Wesermarsch, so Strüber, „kann in wichtigen Teilbereichen bisher nicht als sinnvoll bezeichnet werden.“ Cuxhaven sei zwar auf dem Papier die Einsatzleitstelle für den „riesigen Bereich“ zwischen Oldenburg und Stade, könne sich aber mit den Unterleitstellen in Brake und Nordenham nicht einmal per Funk verständigen. Zudem beklagt Strüber die Räumlichkeiten in der Dienststelle in Cuxhaven, die für eine moderne Leitstelle nicht ausreichend seien. „Abhilfe ist nicht in Sicht“, sagt der Gewerkschafter.

Da durch die Reform bestimmte Aufgaben in Cuxhaven zentralisiert worden seien, ergeben sich nach Darstellung der DPolG „Anfahrtswege, die nicht als bürgerfreundlich bezeichnet werden können“. Darüber hinaus beklagen die Gewerkschaftsvertreter, dass die Reform „mal wieder einige Häuptlinge bessser besoldet", aber für die normalen Sachbearbeiter im Einsatz- und Streifendienst und in den Kommissariaten bisher keinen Vorteil bietet.

Hinzu kämen noch die Einsparungen der Landesregiering in vielen Bereichen. So müssten fast alle Polizisten durch die Streichung des Weihnachtsgeldes einen Einkommensverlust von über 4 Prozent in diesem Jahr hinnehmen.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft fordert von der Landesregierung in Hannover ein Konzept, um den Beamten eine Perspektive für ihre persönliche Laufbahn bei der Polizei zu geben. Strüber und Kurmann weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Ausbildung im Polizeidienst ein Fachhochschulstudium sei, das Eintiegsamt als Polizeikommissar in der Besoldung aber deutlich unter dem Gehalt eines Grundschullehrers liege.

Beförderungen hätten bei der Polizei in Niedersachsen zurzeit Seltenheitswert, beklagen die Gewerkschafterl. So würden alleine in der Polizeiinspektion Cuxhaven/Wesermarsch mehr als über 100 Beamte auf eine ihne zustehende Beförderung warten.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.