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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Schulz-Effekt auch in Nordenham

04.03.2017

Nordenham In ganz Deutschland erlebt die SPD zurzeit eine Aufbruchstimmung. Nicht nur die Umfragewerte sind ruckartig angestiegen, sondern auch die Zahl der Mitglieder hat sich erhöht. Das alles, weil Martin Schulz seine Kanzlerkandidatur bekannt gegeben hat. Er tritt bei der Bundestagswahl als Gegner von Angela Merkel (CDU) an. Die fünf Nordenhamer SPD-Ortsvereine und die Jusos in der Unterweserstadt erleben gerade den Schulz-Effekt hautnah mit. Die NWZ hat sich bei den Nordenhamer Genossen umgehört, ob sich die Begeisterung auch in Nordenham bemerkbar macht.

„Das kann man noch nicht eindeutig sagen, weil die nächsten Treffen der Nordenhamer Ortsvereine noch anstehen“, sagt der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Jürgen Hülsebusch. Er hofft bei der Bundestagswahl auf einen Sieg von Martin Schulz, dessen Rede er vor zwei Wochen in Bielefeld gehört hat. Jürgen Hülsebusch wünscht sich auch, dass der Stimmenvorsprung in den Umfragen weiter anhält. Als Vorsitzender des Ortvereins Blexen/Phiesewarden hat Jürgen Hülsebusch bereits zwei Neumitglieder zu verzeichnen.

Dem SPD-Ortsverein Nordenham haben sich drei Neumitglieder angeschlossen. Diese waren zuvor schon einmal Mitglieder der Partei und haben sich jetzt von der Schulz-Begeisterung anstecken lassen. „Martin Schulz verbreitet fast schon eine Stimmung wie in den 70er-Jahren, zu den Zeiten von Willy Brandt“, stellt der Vorsitzende des Ortsvereins Uwe Thöle fest. Der Nordenhamer schätzt an dem zukünftigen Parteichef die „offene Art, wie er mit den Dingen umgeht“. Er ist auch davon überzeugt, dass die SPD die nächsten niedersächsischen Landtagswahlen im Januar 2018 wieder für sich entscheiden wird.

Während die meisten Ortsvereinsvorsitzende euphorisch sind, äußert sich Angelika Zöllner eher verhalten. Die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Esenshamm findet Euphorie gut, möchte aber auf dem Boden der Tatsachen bleiben. „Trotzdem traue ich Martin Schulz zu, dass er die Wahl im September gewinnen kann und Kanzler wird,“ sagt die Sozialdemokratin.

Claudia Freese ist Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Einswarden/Friedrich-August-Hütte. „Vergangene Woche war unsere Unterbezirksdelegiertenkonferenz“, erzählt sie, „dort herrschte eine richtig euphorische Aufbruchstimmung in der Partei.“ Das werde auch in der nächsten Ortsvereinsversammlung ein Thema sein.

„Es sind unter den Mitgliedern wieder Kraft und der Wille zum politischen Handeln zu spüren“, sagt Maurice Schöckel, „in letzter Zeit wusste niemand so recht, wohin das Schiff SPD segelt.“ Dem Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Abbehausens gefällt an Martin Schulz, dass er „nicht nur einen anderen Politik-Stil hat, sondern auch Sympathie ausstrahlt“. Zudem brauche Martin Schulz sich nicht jenen Zwängen zu unterwerfen, denen andere in der Großen Koalition mitregierende Parteikollegen unterliegen. „Er kann also ohne diese Rücksichtnahme wieder ganz Sozialdemokrat sein“, meint Maurice Schöckel. Mit Blick auf die Mitgliederzahl habe der Ortsverein Abbehausen bisher vom Schulz-Effekt zwar noch nicht profitiert, mit Blick auf ein neues Wir-Gefühl aber schon.

Der stellvertretende Vorsitzende der Abbehauser SPD, Karlheinz Ranft, beschreibt den Kanzlerkandidaten so: „Martin Schulz ist ein erfrischender Mann, der etwas bewirkt. Er ist auch ein neues Gesicht in der deutschen Politik, was die Leute neugierig macht.“ Karlheinz Ranft ist der Meinung, dass Martin Schulz die Parteigenossen besser mitnehmen kann als der bisherige Parteichef Sigmar Gabriel.

Der Vorsitzende der Nordenhamer Jungsozialisten, Niels Humboldt, hat seit dem Ausbruch des Schulz-Hypes bereits ein neues Juso-Mitglied dazu gewinnen können. Laut Niels Humboldt ist es ein „guter Anfang“, dass die SPD im gesamten Stadtgebiet schon zehn Beitritte seit Januar zu verzeichnen hat. Er ist auch der Meinung, dass ein Ruck durch die SPD geht, der „mit Sigmar Gabriel als Kanzlerkandidat wohl nicht so gekommen wäre“. Er geht davon aus, dass die Genossen mit viel Optimismus in den Wahlkampf starten. „Als Kommunalpolitiker erhoffen wir uns von einem ehemaligen Bürgermeister einer Mittelstadt natürlich auch ein stärkeres Engagement des Bundes, wenn es um die Finanzausstattung der Kommunen geht“, betont Niels Humboldt.

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