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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Sozialausschuss: „Schwanger wird man nicht durch Armut“

25.11.2011

BRAKE In den Fraktionen des Kreistages muss noch einmal beraten werden, ob der Landkreis wie im vergangenen Jahr auch 2012 einen Zuschuss für ärztlich verordnete Verhütungsmittel zahlt. Im Fachausschuss für Soziales und Gesundheit unter Vorsitz von Dr. Hans Schmid (CDU) wurde über das Thema kontrovers diskutiert.

Den Antrag auf Bezuschussung hatte die Gleichstellungsbeauftragte Ursula Bernhold gestellt. Bisher können Bezieher von Arbeitslosengeld II, Bezieher von Hilfen zum Lebensunterhalt und Grundsicherung sowie Berechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz eine finanzielle Förderung von maximal 100 Euro jährlich beantragen; nun sollen auch Personen, die Wohngeld oder einen Kinderzuschlag erhalten, einbezogen werden. Bernholds Begründung: Frauen, die nur über ein geringfügiges Einkommen verfügen, würden häufig ungewollt schwanger, weil sie sich Verhütungsmittel nicht leisten könnten.

Dem widersprach Dr. Schmid: „Schwanger wird man am Ende nicht durch Armut.“ Seine Fraktion wolle das Geld lieber in die Aufklärung investieren. Er rechnete vor, dass die Pille als meist genutztes Verhütungsmittel pro Packung rund 30 Euro kosten würde und deshalb sowieso nur ein Vierteljahr abgedeckt werden könne. Statt den Personenkreis also noch auszuweiten, sollte er eher eingegrenzt werden, sagte er.

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Jürgen Sprickerhoff (Grüne) gab zu bedenken, dass es nur um einen Zuschuss und nicht die vollständige Bezahlung ginge. Zudem, das hatte Bernhold auch bestätigt, würden viele Frauen erst dadurch den Weg in die Beratung finden, denn der Zuschuss wird nur über anerkannte Beratungsstellen ausgegeben.

„Wir sollten über jedes Kind froh sein, das geboren wird“, plädierte Horst Kortlang (FDP) angesichts des demografischen Wandels ebenfalls für Aufklärung statt für einen Verhütungs-Zuschuss.

Ursula Bernhold betonte, dass es nicht darum ginge, Kinder zu verhindern, „sondern dass Kinder erwünscht geboren werden“ – und zwar in für sie günstige Lebensumstände hinein.

SPD, Grüne und Die Linke signalisierten ihre Zustimmung zu dem Antrag.

Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
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