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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Bürgerverein baut ein Haus

28.11.2019

Schwei Der Schweier Bürgerverein will auf der ehemaligen Viehrampe ein Haus bauen: eine Begegnungsstätte für Jung und Alt. Das Gebäude soll in Holzrahmenbauweise errichtet werden und „eher wie ein Stall aussehen“, sagte die Vorsitzende Sabine Minnemann im Infrastrukturausschuss des Rates.

Doch die Ratsmehrheit steht dem Projekt skeptisch gegenüber, wie die Diskussion zeigte. Es geht nicht um eine Kleinigkeit. Zehn mal zwölf Meter soll das Gebäude groß sein, und 200 000 Euro soll es kosten. Der Bauplatz – die alte Viehrampe, die seit Juli nicht mehr als solche genutzt wird – gehört der Gemeinde.

Zusätzlich zur Remise

Dort steht schon seit Jahrzehnten ein eher unscheinbares Gebäude: das alte Waagenhaus, das der Schweier Bürgerverein mit Genehmigung der Gemeinde zu einem Lagerhaus umbaut, das er Remise nennt. Nach Norden wird angebaut, und auch der Unterstand im Süden soll verkleidet werden, damit das Haus die zahllosen Utensilien des Vereins – beispielsweise die Weihnachtspyramiden und die Gestelle für die Pfingstbaum-Kronen –, die jetzt auf etwa zehn Haushalte verteilt sind, dort zusammen untergebracht werden können.

Im Frühjahr 2020 soll das Gebäude fertig sein, doch allein reicht es dem Verein nicht. Er braucht weitere Lagerfläche und einen Treffpunkt, an den sich Mitglieder für interne Besprechungen zurückziehen können, wie Sabine Minnemann erläuterte. Geplant sind ein etwa 70 Quadratmeter großer Veranstaltungs- und Besprechungsraum mit Küchenblock, dazu weitere Kleinräume wie eine Behinderten-Toilette. Auf dem Dach ist eine Solar-Anlage vorgesehen.

Sämtliche Innengitter der alten Rampe sollen entfernt werden, nur die äußeren Gitter sollen übrig bleiben.

Private Spenden

Die Finanzierung sieht der Bürgerverein sehr optimistisch: Die Hälfte der Kosten – 100 000 Euro – hofft er aus der Leader-Förderung zu bekommen, 55 000 Euro aus privaten Spenden, 25 000 Euro aus öffentlicher Ko-Finanzierung – etwa Stiftungen –, und 20 000 Euro aus Eigenmitteln. Bei Terminen im Kreishaus und bei der Lokalen Aktions-Gruppe (LAG) „Wesermarsch in Bewegung“ habe es sehr viel Zustimmung für dieses Vorhaben gegeben, sagte Sabine Minnemann – ein Eindruck, den Bürgermeister Klaus Rübesamen (SPD) bestätigte. Leader ist ein EU-Programm zur Förderung des ländlichen Raums.

Deshalb schlug der Bürgermeister auch vor, dem Antrag zuzustimmen, aber keine finanzielle Beteiligung der Gemeinde in Aussicht zu stellen.

Doch die SPD/WPS/FDP-Ratsmehrheit mochte ihm auf diesem Weg nicht folgen. „Wie kann mit zwei Gebäuden das Flair der Viehrampe erhalten bleiben?“, fragte Michael Sanders (FDP) im Namen der Mehrheit. Zudem fürchtet die Mehrheitsgruppe eine Konkurrenz zum Gasthaus Schweier Krug. Drittens zeigte sich die Gruppe wenig angetan davon, dass der Schweier Bürgerverein zunächst viele fremde Institutionen angesprochen habe und erst zuletzt die Gemeinde.

CDU-Fraktionschef Günter Busch appellierte dringend, das Vorhaben nicht zum Scheitern zu bringen, „sonst finden sich irgendwann keine Ehrenamtlichen mehr.“ Walter Damken (parteilos) sprach sich dafür aus, dem Rübesamen-Vorschlag zu folgen.

Am Ende wurde die Angelegenheit einstimmig ohne Beschluss an Verwaltungsausschuss und Rat weitergeleitet.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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