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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Soziales: Seit 35 Jahren unermüdlich im Einsatz

10.04.2015

Nordenham Aufopfernd pflegen Angelika und Hans-Dieter Edzards seit 35 Jahren ihren schwerbehinderten Sohn. Markus war zwei Jahre alt, als der Arzt die Eltern darauf hinwies, dass mit der Entwicklung ihres Sohnes etwas nicht stimmt. „Für uns stürzte eine Welt zusammen“, erinnert sich Angelika Edzards.

Nun erhielten die Eheleute Besuch von Karin Logemann, Mitglied des Niedersächsischen Landtags und Unterbezirksvorsitzende der SPD, sowie von dem Nordenhamer SPD-Fraktionsvorsitzenden Manfred Brunßen und dem SPD-Ratsherrn Kurt Winterboer. Die drei überbrachten eine Dankesurkunde, einen Nordenham-Einkaufsgutschein, ein Buch und einen Blumenstrauß. „Uns ist das Schicksal dieser Familie zugetragen worden. Wir möchten die aufopfernde Pflege und die besondere Leistung der Eheleute Edzards würdigen“, sagt Karin Logemann.

Große Anerkennung

„Die Edzards führen kein Leben wie andere. Sie können nicht mal schnell zum Einkaufen oder in Urlaub fahren. Sie können nicht zum Sportverein oder am Abend zum Kartenspielen. Jeder Schritt muss geplant und vorbereitet werden, damit der Sohn gut und sicher versorgt ist. Jeden Moment ihres Lebens sind sie sich ihrer besonderen Verantwortung bewusst“, fasst Karin Logemann zusammen.

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Markus ist inzwischen 35 Jahre alt. Er ist ein großer Mann auf dem geistigen Stand eines dreijährigen Kindes. Er leidet an einer Hirnschädigung. Seine liebsten Spielzeuge sind seine Siku-Autos. Davon hat er etwa 300 Stück. Seine liebsten Fernsehsendungen sind „Heidi“ und die „Sendung mit der Maus“. Zu der Hirnschädigung kommen epileptische Anfälle, die vollkommen unvorhersehbar auftreten und lebensbedrohend für Markus sein können.

Tagsüber besucht Markus eine Bildungsstätte in Oldenburg. Er wird mit dem Bus abgeholt und am Nachmittag wieder nach Hause gebracht. Es gebe viel Bürokratie zu überwinden und zu bewältigen, berichten die Eltern. Da seien die ständige psychische Belastung, die Verantwortung, die Arztbesuche sowie die Abwicklungen mit dem Landkreis und den Krankenkassen. Selbst der Gang zum Schuhe kaufen will gut vorbereitet und begleitet sein, weiß Angelika Edzards.

Neuen Mut machen

Beide freuen sich sichtlich über die Ehrung. „Das tut so gut, dass da jemand ist, der das, was wir tagtäglich rund um die Uhr leisten, erkennt, lobt und honoriert. Das macht doch neuen Mut“, sagt Hans-Dieter Edzards.

Wie geht es weiter mit der Familie? „Wir werden älter, und es fällt uns immer schwerer der Situation Herr zu werden“, berichtet Hans-Dieter Edzards bekümmert. Die Eltern spielen mit dem Gedanken, den Sohn in eine Einrichtung für behinderte Menschen zu geben.

„Unsere ganze Kraft und unser Leben stecken in unserem Sohn, aber der nervlichen, der psychischen und auch der körperlichen Anstrengung sind wir nicht mehr gewachsen“, sagt Hans-Dieter Edzards.

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