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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Neubaugebiet In Butjadingen: Hürden so hoch wie die Wurt

28.03.2019

Sillens Dass es nicht ganz einfach sein wird, auf einer historischen Wurt ein Neubaugebiet zu erschließen, war Christoph Geil klar. Nun sind es aber doch arg viele Hürden, die der Investor aus Nordenham nehmen muss, um sein Vorhaben zu realisieren. Der Planungsausschuss des Gemeinderats sah jedenfalls am Dienstagabend keine Möglichkeit, das Bebauungsplanverfahren weiter voranzutreiben. Dafür gibt es zu viele offene Fragen.

Zahlreiche Bürger aus Sillens verfolgten die Sitzung im Rathaussaal und nutzten die Einwohnerfragestunde, um Anregungen zu geben und Bedenken zu äußern. Zunächst jedoch war Andreas Taudien vom Oldenburger Planungsbüro NWP an der Reihe. Er stellte die Stellungnahmen vor, die unter anderem vom Landkreis Wesermarsch, aber auch von vielen Bürgern während der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanentwurfs eingegangen waren.

Andreas Taudien arbeitete drei Punkte heraus, die vor allem noch kritisch sind. Die rund 1,4 Hektar große Fläche, die Christoph Geil bebauen möchte, wird von der Straße Auf der Wurth sowie vom Burwischweg und dem Ringweg begrenzt. Letzterer ist eines der drei Probleme.  Der Ringweg ist nur noch rudimentär vorhanden und zudem rechtlich ein komplizierter Fall. Es handelt sich um einen sogenannten Realverbandsweg. Dessen Eigentümer sind die Anlieger, die auch ihr Okay geben müssten, wenn der Ringweg zwecks Erschließung des neuen Baugebiets ausgebaut werden soll. Um eine solche Entscheidung zu fällen, müssten sie aber einen Realverband ins Leben rufen. Das kostet Zeit.

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„Ein Unding“

Andreas Taudien zeigte daher eine mögliche zweite Erschließungsvariante, die eine vom Burwischweg in das Neubaugebiet führende Stichstraße mit Wendehammer vorsieht. Der Entwurf kam aber weder bei den Ausschussmitgliedern, noch bei den Bürgern gut an. Eckhard Dunkhase, Mitglied einer Planungsgruppe von Bürgern, die sich mit dem Bauvorhaben beschäftigt, sagte, es wäre „ein Unding“ eine historische Wurt mit einer solchen Erschließung „zu verunzieren“.  Schwierigkeit Nummer 2 ist die Oberflächenentwässerung. Der Landkreis Wesermarsch weist darauf hin, dass der Kleiboden keine Versickerung ermögliche. Bürger merken an, dass die Entwässerung nicht zu Lasten der unterhalb der Wurt liegenden Grundstücke gehen dürfe.  Problem Nummer 3 betrifft die Festsetzung der maximalen Gebäudehöhe. Um bei der Erschließung des Baugebiets nicht in die Wurt eingreifen zu müssen, will der Investor Sand aufschütten und diesen als Baugrund verdichten lassen. Die Wurt weist aber unterschiedliche Höhenniveaus aus. Die Frage ist, wo wie viel Sand aufgeschüttet wird und welches Niveau dabei die Grundlage für die Gebäudehöhe darstellt.

Sillenser Bürger wünschen sich, dass der Baustellenverkehr nicht durchs Dorf geführt wird. Christoph Geil sagte, dass eventuell die Möglichkeit bestehe, eine nördlich von Sillens von der Landesstraße abknickende und von da über die Weiden zum Baugebiet führende provisorische Baustraße anzulegen.

Die größte Sorge der Anlieger bleibt, dass auf der Wurt Häuser mit einer Fläche von bis zu 300 Quadratmetern entstehen und es zu einer geschlossenen Wand-an-Wand-Bebauung kommt. Das gebe der Bebauungsplan bislang her. „Der helle Wahnsinn“, meinte Eckhard Dunkhase.

Größen festschreiben

Andreas Taudien sagte, er könne sich nicht vorstellen, dass in Sillens jemand so große Häuser baut. Zudem dürften die Häuser maximal 16 Meter lang sein. Regeln ließe sich die Sache aber, indem im Bebauungsplan nicht nur die Grundflächenzahlen festgeschrieben werden, sondern auch klare Vorgaben hinsichtlich der maximalen Gebäudegröße gemacht werden. Zudem ließe sich durch die Bildung von planerischen „Bauteppichen“ eine lückenlose Bebauung verhindern.

Anlieger wie Ratsmitglieder wünschen sich ein 3-D-Modell, um sich das spätere Neubaugebiet, in dem ein Mix aus Ferienhäusern und Dauerwohnen entstehen soll, besser vorstellen zu können. NWP will sich bemühen, ein solches Modell herzustellen.

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Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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