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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

SPD

14.09.2016

Nordenham Die einen genießen ihren Erfolg, die anderen verfallen am Tag danach ins Grübeln und quälen sich mit Selbstzweifeln. Uwe Thöle gehört zur ersten Gruppe. Und das aus gutem Grund: Der Sozialdemokrat hat bei der Stadtratswahl mit 1167 Stimmen das beste Ergebnis aller 78 Kandidaten erreicht. Gegenüber der Wahl vor fünf Jahren konnte er seinen Stimmenanteil verdoppeln. Weckt das Ansprüche auf einen Führungsposten? Uwe Thöle will sich noch nicht festlegen, aber er macht kein Geheimnis daraus, dass der Gedanke an den vakanten Vorsitz in der SPD-Fraktion durchaus da ist. Gleichzeitig verweist der amtierende Ratsvorsitzende jedoch auf seine Tätigkeit als Kreistagsabgeordneter. „Ich will mir nicht zu viel aufladen“, sagt er, „das Gesamtpaket muss stimmen.“ In den bevorstehenden Gesprächen mit der Partei und den Fraktionskollegen werde sich zeigen, wo die Reise hingeht.

Als zweiter Anwärter auf den Chefposten in der SPD-Fraktion – mit 17 Mandaten weiterhin die stärkste Kraft im Rat – ist Wilfried Fugel im Gespräch. Der ehemalige Stadtdirektor hat ebenfalls ein hervorragendes Wahlergebnis eingefahren und rangiert mit 1111 Stimmen auf Platz zwei der Bestenliste. „Mein Interesse an dem Fraktionsvorsitz ist durchaus vorhanden“, sagt er, „wenn ich gefragt würde, wäre ich nicht abgeneigt.“ Aber auf eine Kampfabstimmung möchte Wilfried Fugel es nicht ankommen lassen.

Neben den Personalien steht die Frage im Raum, ob die SPD ein Mehrheitsbündnis mit einer anderen Fraktion eingehen sollte. Uwe Thöle sieht dafür keinen großen Bedarf. In den vergangenen fünf Jahren hätten die verschiedenen Gruppierungen im Rat „sehr angenehm und konstruktiv“ zusammengearbeitet. Dabei habe sich gezeigt, dass auch ohne feste Mehrheiten gute Politik gemacht werden könne.

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Bei einer Analyse der Ergebnisse in den einzelnen Wahllokalen fällt auf, dass die SPD nach wie vor im Stadtnorden die meisten Anhänger hat und auch die frühere CDU-Hochburg Schweewarden für sich vereinnahmen konnte. Ihr bestes Resultat holten die Sozialdemokraten im Seniorenzentrum Blexen (63,3 %), während sie in der Schule Abbehausen (31,6 %) am schlechtesten abschnitten.

Die CDU hat ihre neue Hochburg in Esenshamm (44,7 %) eingerichtet. Viel Luft nach oben gibt es für die Union in Einswarden, wo sie sich mit mageren 14,6 % zufrieden geben mussten.

Die Grünen, die bei der Stadtratswahl die großen Verlierer waren und zwei ihrer vier Sitze abgeben mussten, schlugen sich in der Schule am Siel (10,7 %) noch am besten. Ganz finster sah es für sie in der Schule Abbehausen aus. Dort waren lediglich 2,5 % für die Grünen zu holen.

Die im Aufwind befindliche FDP verbuchte ihr bestes Ergebnis in der Sozialstation (17,4 %), während sie in Friedrich-August-Hütte (1,5 %) ohne Chance war.

Einen in der Höhe erstaunlichen Erfolg landete die Wählerinitiative Nordenham in Einswarden. Dort hatte sie mit einem Stimmenanteil von 22,8 % ihre größte Fangemeinde. In der Schule Abbehausen hingegen waren für die WIN nur 3,0 % drin.

Auch die Linken konnten in Einswarden ihr bestes Einzelergebnis (7,3 %) erzielen. In Atens standen sie mit 1,6 % am schlechtesten da.

Von den Kandidaten, die sich um eine Wiederwahl bemüht hatten, erreichten fünf ihr Ziel nicht. Jörg Bazant, Christian Schöckel, Kurt Winterboer (alle SPD), Hajo Janßen (Grüne) und Thomas Bartsch (Die Linke) gelang es nicht, erneut einen Sitz im Stadtrat zu bekommen.

Die Wahlbeteiligung war mit 44,96 % ähnlich schwach wie vor fünf Jahren (44,79 %).

SPD – 17 Sitze, gewählt: Thöle, Uwe (1167), Fugel, Wilfried (1111), Riegel, Ulf (1072), Buhr, Maik (768), Zöllner, Angelika (734), Schubert, Lutz (421), Freese, Claudia (417), Hülsebusch, Jürgen (342), Brückner, Dietmar (329), Garbe, Anna-Lena (272), Schöckel, Maurice (258), Gerdes, Jan (229), Milotta, Horst (228), Jürgens, Gerold (223/Liste), Humboldt, Nils (209/Liste), Spreen, Edeltraut (185/Liste), Sommer, Frauke (45/Liste); nicht gewählt: Bazant, Jörg (242), Ziegler, Rainer (195), Strauch, Marlies (174), Hoffmann, Jan (151), Eckhoff, Detlef (105), Adamietz, Timo (208), Acar, Burak (175), Schöckel, Christian (155), Garbe, Michael (139), Winterboer, Kurt (138), Beyer, Hans-Peter (52), Buder, Berndt (49), Spreen, Siegfried (43)

CDU – 10 Sitze, gewählt: Lange, Torsten (863), Dr. Kaethner, Tilman (508), Dorn, Sabine (473), Preiß, Markus (443), Conrady, Annegret (431), Wreden, Horst (413), Dr. Schmid, Hans (371), Spiekermann, Rainer (368), Maschke, Hans-Jürgen (113/Liste), Lopian, Tjorven (83/Liste); nicht gewählt: Lübken, Thomas (244), Lotz, Robin (152), Böning, Ernst (124), Semmler, Birgit (317), Thormählen, Tobias (301), Hausenblas, Markus (237), Kirsch, Manfred (175), Dammann, Martin (61)

FDP – 3 Sitze, gewählt: Wolf, Manfred (587), Rebmann, Horst (524), Kalitzki, Hergen (322); nicht gewählt: Scherf, Michael (154), Eickermann, Sven (156), Falkenburger, Ursula (138),

WIN – 3 Sitze, gewählt: Dr. Kerney, Ulrich (338), Gorges, Joachim (291/Liste), Sahin, Mustafa (283); nicht gewählt: Kerney, Silvia (134), Dr. Gall, Frank (105), Tesch, Timo (103), Brunkhorst, Jörg (111), de Groot, Heinz-Dieter (84), Almendros Lettau, Stefan (45)

Grüne – 2 Sitze, gewählt: Kauschmann, Mario (487), Akdogan, Ahmet (311); nicht gewählt: Wiggers, Michael (151), Janßen, Hajo (296)

Die Linke – 1 Sitz, gewählt: Ammermann, Astrid (123/Liste); nicht gewählt: Bartsch, Thomas (189), Schnapka, Selma (47), Lange, Thomas (30), Hoth, Torben (20), Lürßen, Gerold (8), Zimmermann, Monika (38), Brauer, Uwe (40), Krey, Monika (19), Henritzki, Monika (27), Hägermann, Klaus (24)

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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