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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Bundestagswahl: Der Weg nach Jamaika wird steinig

26.09.2017

Stadland Der klare Erfolg der Stadlander CDU bei der Bundestagswahl ist auch ein persönliches Verdienst der Direktkandidatin Astrid Grotelüschen. Das sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat Günter Busch am Montag in einer Wahl-Bilanz.

„Astrid Grotelüschen hat sich um die Belange der Gemeinde Stadland gekümmert, und die CDU in Stadland hat Astrid Grotelüschen unterstützt“, sagte Busch. Die CDU erreichte in Stadland 37,4 Prozent der Zweitstimmen (- 3,7 Prozent), die SPD 31,1 Prozent (- 4,6 Prozent), die FDP 9,8 Prozent (+ 4,6), die AfD 7,4 Prozent (+ 3,5), die Grünen 6,0 Prozent (- 1,0) und Die Linke 5,0 (+0,9).

CDU-Hochburg Schwei

Die CDU erreichte ihr bestes Ergebnis im Wahllokal Kita Schwei mit 44,5 Prozent der Erststimmen (für Astrid Grotelüschen) und 43,3 Prozent der Zweitstimmen (für die CDU-Liste). Die SPD schnitt am besten im Wahlbezirk 1 Grundschule Rodenkirchen ab mit 39,3 Prozent der Erststimmen (für Susanne Mittag) und 34,8 Prozent der Zweitstimmen. Es war das einzige Wahllokal, in dem die Sozialdemokraten die Christdemokraten überrundeten. Die FDP fuhr ihr bestes Ergebnis im Dorfgemeinschaftshaus Seefeld ein mit 7,7 Prozent der Erststimmen (für Christian Dürr) und 11,6 Prozent der Zweitstimmen.

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Die AfD heimste im Dorfgemeinschaftshaus Kleinensiel ihr mit Abstand bestes Ergebnis ein: 14 Prozent der Erststimmen (für Herbert Sobierei) und 12,6 Prozent der Zweitstimmen. Hier war die Wahlbeteiligung mit 63,9 Prozent am zweithöchsten – nach Seefeld mit 64,2 Prozent. Die Grünen waren im Wahlbezirk 3 – ebenfalls Grundschule Rodenkirchen – am erfolgreichsten: mit 9,1 Prozent der Erststimmen (für Christina-Johanne Schröder) und 7,4 Prozent der Zweitstimmen. Die Linke war auch in Kleinensiel am erfolgreichsten – mit 6,8 Prozent der Erststimmen (für Manuel Paschke) und 7,5 Prozent der Zweitstimmen.

Günter Busch sagte, die CDU habe in Stadland weniger verloren als auf Kreis- und Landesebene. Den Erfolg der AfD in seinem Heimatort erklärte er mit der Schwäche der SPD in Kleinensiel, die hier zum ersten Mal seit 1949 bei einer Bundestagswahl weniger Stimmen r als die CDU bekommen habe.

Die weitere Entwicklung in Berlin sieht Günter Busch skeptisch. Eine Jamaika-Koalition aus CDU, CSU, FDP und Grünen werde sehr schwierig. Busch machte keinen Hehl daraus, dass ihm eine Fortsetzung der großen Koalition zwischen Union und Sozialdemokraten lieber wäre.

Der Stadlander SPD-Ortsvereinsvorsitzende Udo Schmitz beobachtet die Politik auf Bundesebene schon lange intensiv, weil er viele Jahre Mitarbeiter der SPD-Bundestagsfraktion war. „Was ich immer mehr feststelle, ist, dass sich unsere Politiker – nicht nur im Großen, sondern auch auf Abgeordnetenebene – elitär verhalten, ohne eine Elite zu sein“, sagte er. „Das führt bei den Wählern zu erheblicher Verdrossenheit.“

Mit Martin Schulz, den er seit 1980 persönlich kennt, sei ein ganz anderer Politikertypus gekommen, das habe auch die anfängliche Euphorie für ihn ausgelöst, die sich dann aber nicht gehalten habe: „Es gibt eine große Sehnsucht in der Bevölkerung nach Politikern, die anfassbar sind und nicht auf alles sofort eine Antwort haben.“

Für die Landtagswahl mache ihm das Ergebnis Mut: Susanne Mittag habe in der Wesermarsch deutlich besser abgeschnitten als Astrid Grotelüschen. Das bedeute, dass Karin Logemann beste Aussichten habe, Björn Thümler das Landtagsmandat abzunehmen.

Der Grünen-Ortsgruppensprecher Jürgen Janssen hat für das schwache Abschneiden seiner Partei auf Gemeindeebene noch keine Erklärung. Im Bund habe die AfD so gut abgeschnitten, weil sie sich nach den Jahren der großen Koalition als frische Kraft habe präsentieren können.

Auch Jürgen Janssen macht keinen Hehl aus seiner Einschätzung, dass es mit einer Jamaika-Koalition auf Bundesebene sehr schwierig werden könnte. „Ich bin nicht sicher, dass die SPD ihren Beschluss in die Opposition zu gehen durchhalten wird“, sagte er, hielt aber auch Modelle wie eine Minderheitsregierung für möglich.

Coldewey hofft auf mehr

Für die Die Linke sagte Gerd Coldewey, die Gemeindepolitik habe bei der Wahl keine Rolle gespielt, „sonst hätte die AfD nicht so viele Stimmen bekommen.“ Er hoffe, dass seine Partei bei der Landtagswahl in drei Wochen, bei der er für die Wesermarsch antritt, besser abschneide.

Die Freude des FDP-Ratsherrn Michael Sanders über die Rückkehr seiner Partei in den Bundestag ist durch den Erfolg der AfD erheblich getrübt. Für die nächsten Jahre setzt er auf eine Jamaika-Koalition, auch wenn es zwischen FDP und Grünen sehr schwierig werde: Wenn der Wille vorhanden sei, könne das Bündnis gelingen.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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