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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Hans Meinen sieht Gemeinde bei Seefelder Mühle in der Pflicht

06.11.2018

Stadland „Die Berichterstattung zu dem Thema ,Seefelder Mühle und die finanzielle Förderung durch die Gemeinde Stadland’ bedarf nach meiner Ansicht die folgende Erweiterung, um deutlich zu machen, welche Dimensionen mit dem Status quo 2018 des Kulturzentrums in der mittleren Wesermarsch erreicht sind“, sagt Hans Meinen, der bis Ende 2014 ehrenamtlicher Programmchef der Seefelder Mühle war.

In den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts habe das Land Nordrhein-Westfalen eine Studie in Auftrag gegeben, die die Frage untersuchen sollte, wie hoch die Kosten und vor allem die Folgekosten durch die Einrichtung freier Kultureinrichtungen, wie der Seefelder Mühle, sind, erinnert sich Hans Meinen. Das Ergebnis der Studie war im Untertitel dieser Untersuchung nachzulesen: „Kunst bringt Knete“, berichtet er.

„Wie das? War doch bisher klar, dass alle öffentlichen Kultureinrichtungen, wie Staats- und Stadttheater, hochgradig auf die öffentliche Förderung angewiesen sind. Wie kann es da sein, dass Einrichtungen wie das Kulturzentrum Seefelder Mühle unter dem Strich für die Kommune sogar Geld einbringen“, sagt Hans Meinen.

Um zu zeigen, dass solche Einrichtungen der Kommune doch Geld einbringen zählt er verschiedene Aspekte auf:
 Mit mittlerweile fast 28 000 Besuchern pro Jahr fallen in der Gastronomie, aber auch im Verwaltungsbereich nicht unerhebliche Lohnkosten an, weiß auch Hans Meinen. Von diesen Lohnkosten werden Einkommens- oder Lohnsteuern fällig. „Von diesen Lohnsteuern fließen direkt in die Gemeinde 15 Prozent zurück und können somit im darauffolgenden Jahr für den Haushalt verbucht werden“, rechnet Hans Meinen vor.
 Durch die Konzerte und anderen Veranstaltungen im Kleinkunstbereich würden Buchungen im Übernachtungsgewerbe in nicht unerheblicher Zahl notwendig, führt er weiter auf. „Auf diese Weise fließen auch in die Kassen entsprechender Anbieter Gelder aus dem Kulturzentrum und kommen so indirekt auch der Gemeinde zu Gute“, sagt der ehemalige Programmchef.
 Viele Gäste, die über den Tourismus in die Region kommen, nutzen sehr intensiv die Angebote der Seefelder Mühle. „Ich weiß, dass Gäste in die Wesermarsch ausschließlich deswegen kommen, weil sie bestimmte Angebote in der Mühle wahrnehmen wollen. Als Beispiel seien hier die Veranstaltungen im Rahmen der Vogelflugtage genannt“, berichtet Hans Meinen.
 Er könne sich sehr gut an den Anruf eines Kinderarztes aus Frankfurt erinnern, der beabsichtigte, mit den Mitarbeitern der Praxis einen Betriebsausflug in die Wesermarsch zu machen und in dem Zusammenhang ein Kulturangebot nutzen wollte, erzählt Hans Meinen. „Die Mühle hat es möglich gemacht. So kamen 28 Menschen in die Mühle, konnten dort ein Konzert genießen, haben anschließend dort gegessen und haben alle mindestens eine Nacht in einer Unterkunft in der Gemeinde verbracht“, erinnert er sich.
  Und nicht zu letzt, zählt Hans Meinen auf, kämen viele Produkte, die im Mühlenladen verkauft werden, aus der Region. Damit würden Arbeitsplätze in der Region geschaffen und der Verkauf trage zumindest zu einem Teil dazu bei, diese auch zu erhalten, ist sich Hans Meinen sicher. „Diese Beispiele ließen sich endlos fortführen. Aber auch bis hierher haben sie hoffentlich deutlich gemacht, dass es eine verkürzte Sichtweise ist, die Zuwendungen seitens der Gemeinde als freiwillige Leistung einzustufen, als Leistung, die den Gemeindesäckel belastet“, macht Hans Meinen deutlich.

Möchte man seitens der Politik im Rat der Gemeinde Stadland dieses erfolgreiche Format fortführen, dann sollte die Einsicht einkehren, dass die Unterstützung des Kulturzentrums eine wesentliche Pflichtaufgabe sei, ist der ehemalige Programmchef überzeugt. „Ich jedenfalls würde mich freuen, sollte der Rat in diesem Sinne entscheiden und damit für eine gesicherte Zukunft dieses ,Leuchtturms’ sorgen“.

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