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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Stadt liebens- und lebenswerter machen

15.08.2015

Nordenham Die Wählerinitiative Nordenham (WIN) macht ihre Ankündigung wahr und schickt bei der Bürgermeisterwahl einen eigenen Kandidaten ins Rennen. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung hat die WIN einstimmig Dr. Ulrich Kerney nominiert. Damit steht nach Carsten Seyfarth (SPD) und Sabine Dorn, die als unabhängige Bewerberin mit Unterstützung der CDU in den Ring steigt, der dritte Anwärter auf den Chefsessel im Nordenhamer Rathaus fest.

Ulrich Kerney, der bei Weser-Metall als Betriebsdirektor und Produktionsleiter zur Führungsebene zählt, ist bisher noch nicht in der Politik in Erscheinung getreten. Dass er sich aber stark für das kommunale Geschehen interessiert, ist daran zu erkennen, dass er seit 2011 der WIN angehört. Auch seine Frau Ulrike (56) ist Mitglied der Wählerinitiative, die über zwei Sitze im Stadtrat verfügt.

Als Ulrich Kerney zu Beginn dieses Jahres von WIN-Mitstreitern als Bürgermeisterkandidat ins Spiel gebracht wurde, musste er „erst einmal schlucken“. Nach einigen Monaten Bedenkzeit stimmte er zu und erklärte sich bereit, für die WIN anzutreten. „Das ist komplettes Neuland für mich“, räumt der Ingenieur ein. Aber die Herausforderung, diesen beruflichen Umbruch anzugehen, gefällt dem 57-Jährigen.

Ulrich Kerney ist ein gebürtiger Dortmunder und fühlt sich daher „tief im Herzen“ den schwarz-gelben Borussia-Kickern verbunden, wenngleich er inzwischen große Sympathien für den SV Werder Bremen hegt.

1977 verschlug es Ulrich Kerney von Dortmund nach Aachen, um dort Nichteisenmetallurgie zu studieren. Nach dem Studium und der Promovierung trat er bei der Preussag AG in Harlingerode eine Stelle in der Forschungsabteilung an. Als die Preussag ihren Metallurgiebereich ausgliederte und mit Penarroya zusammenführte, wurde das neu gegründete Unternehmen Metaleurop sein Arbeitgeber. Ab 1995 war er in Goslar bei dem Metaleurop-Ableger Harz-Metall tätig, bis ihn im Oktober 2003 der Ruf zum Standort Nordenham ereilte. In dem Nordenhamer Hüttenbetrieb, der sich mittlerweile Weser-Metall GmbH nennt, setzte Ulrich Kerney damals umfangreiche Umstrukturierungsmaßnahmen um und übernahm die Verantwortung für die Bleiproduktion.

„Nordenham ist mir schnell ans Herz gewachsen“, sagt Ulrich Kerney, „ich fühle mich hier sehr wohl.“ Diese Sympathie für die Unterweserstadt, der er ein „großes Potenzial“ bescheinigt, ist auch ein entscheidender Antrieb für ihn, als Bürgermeister zu kandidieren. „Ich will etwas bewegen“, sagt er und betont, dass die Stadtentwicklung in einigen Bereichen zuletzt schleppend verlaufen sei und mehr Tempo benötige.

Im Gegensatz zum jetzigen Stadtoberhaupt Hans Francksen will Ulrich Kerney den Schwerpunkt nicht in der Wirtschaftsförderung setzen, sondern die Bürger und ihr Lebensumfeld verstärkt in den Fokus nehmen. Als vorrangige Handlungsfelder führt er unter anderem die Verkehrslenkung, die Ladenleerstände, das Radwegenetz, die Aufwertung des Weserstrandes sowie die zukünftige Nutzung des Bahnhofs und des Großensieler Hafens an. „Ich möchte Nordenham liebens- und lebenswerter machen“, sagt er.

Wichtig ist für ihn, dass er unabhängig bleiben und sich nicht „politischen Dogmen“ beugen will. „Ich bin an einer Sachpolitik interessiert“, sagt Ulrich Kerney, „und nicht an einer Parteipolitik.“

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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