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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Stadtjugendring führungslos

15.01.2014

Brake Der Stadtjugendring (SJR) Brake sollte am Montagabend eigentlich seine Jahreshauptversammlung abhalten. Daraus wurde aber nichts. Nur sieben Mitglieder fanden sich im Jugendtreff in der Großsporthalle ein. Damit war die Versammlung nicht beschlussfähig – und der inzwischen dritte Versuch gescheitert, einen neuen Vorstand zu wählen. Nun soll ein weiterer Anlauf unternommen werden.

Vorsitzender des Stadtjugendrings ist Jan Stadie – zumindest theoretisch. Tatsächlich hat sich der SJR-Chef genau wie seine Stellvertreterin Celina Schau inzwischen aus beruflichen Gründen aus Brake verabschiedet. Damit ist der SJR führungslos und zugleich handlungsunfähig.

Der Stadtjugendring wurde im Dezember 2004 aus der Taufe gehoben. Er versteht sich als Dachverband, in den Vereine, Verbände, Jugendorganisationen und Schülervertretungen aus Brake Mitglieder entsenden können. Ein Ziel des SJR ist die Förderung und Weiterentwicklung der Jugendarbeit im Stadtgebiet. Das Gremium kann und soll sich sogar in die Politik einmischen: Der SJR hat eine beratende Stimme im Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales des Stadtrats.

Laut André Ziemann von der Städtischen Jugendarbeit zählt der SJR aktuell 17 Mitglieder – zumindest auf dem Papier. Die Liste der Vereine und Organisationen, die junge Leute als Delegierte in den Stadtjugendring entsandt haben, reicht vom Kaninchenzüchterverein über die Niederdeutsche Bühne bis hin zum Refugium und der Schülervertretung des Braker Gymnasiums.

Mit dem Weggang des Vorsitzenden und seiner Stellvertreterin seien die Aktivitäten nun aber weitgehend zum Erliegen gekommen, bedauert André Ziemann. Nicht betroffen davon sind zum Glück das Waterquake-Festival und die LAN-Partys in der Großsporthalle. Die Waterquake-Initiative und der Verein „Total verpLANt“ sind zwar Mitglieder im SJR, arbeiten aber letztlich unabhängig von der Dachorganisation. Die Veranstaltungen wären demnach auch dann nicht betroffen, wenn es nicht gelingen sollte, dem Stadtjugendring wieder Leben einzuhauchen.

Darauf jedoch hoffen An-dré Ziemann und seine Kolleginnen von der Städtischen Jugendarbeit. Sie haben für Montag, 3. Februar, eine weitere Sitzung anberaumt, die um 19 Uhr im Jugendtreff beginnen wird.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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