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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Bildung: Stadtnorden kämpft um den Luisenhof

12.04.2016

Einswarden Eine Entscheidung ist zwar noch nicht gefallen, aber im Stadtnorden formiert sich bereits Widerstand gegen eine mögliche Schließung der Luisenhofschule. Wie groß die Sorgen um den Schulstandort sind, hat sich jetzt bei einem Informations- und Diskussionsabend des SPD-Ortsvereins Einswarden/Friedrich-August-Hütte gezeigt. Die Ortsvereinsvorsitzende und Ratsfrau Claudia Freese beklagte, dass „Schule, Kinder und Eltern vor vollendete Tatsachen gestellt werden“.

Bei der Veranstaltung, zu der etwa 20 Teilnehmer in das Einswarder Mehrzeckhaus gekommen waren, brachten Elternvertreter ihre Befürchtungen zum Ausdruck. Zudem äußerten sich Kommunalpolitiker aus dem Stadtrat und dem Kreistag zum Stand der Dinge. Auch der Konrektor der Luisenhofschule, Rainer Janßen, und der frühere Schulleiter Wilfried Batschat waren vor Ort.

Als ein Hauptkritikpunkt kristallisierte sich heraus, dass der bislang vorliegende Datenstand erweitert und aktualisiert werden müsse, um eine verlässliche Entscheidungsgrundlage zu erhalten. Das vom Landkreis Wesermarsch in Auftrag gegebene Gutachten sei dafür nicht aussagekräftig genug.

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Container bestellt

„Die Datenlage, auf der das Gutachten basiert, sollte noch einmal überprüft werden“, sagte die Stadtelternratsvorsitzende Ivonne Solbrig aus Blexen. Sie bezweifelt, dass in der Expertise schon alle inklusiv beschulten Grundschüler berücksichtigt sind. Auch die zugewanderten Flüchtlingskinder seien in die Ermittlung der zukünftigen Schülerzahlen einzubeziehen. „Die Klassengrößen werden sich bedingt durch diese zwei Faktoren verkleinern“, ist Ivonne Solbrig überzeugt, „dadurch werden mehr Räume gebraucht.“ Dazu passe, dass die Luisenhofschule unlängst aus Platzmangel einen Container bestellen musste, um einen zusätzlichen Klassenraum zu schaffen.

Nach Ivonne Solbrigs Meinung ist es jetzt ein „viel zu früher Zeitpunkt“, über die Zusammenlegung der Luisenhofschule mit der Oberschule I nachzudenken, zumal beide Bildungseinrichtungen unterschiedliche Konzepte hätten.

Wie berichtet, hatte der Kreistag im März vergangenen Jahres beschlossen, dass die beiden Oberschulen bis zum Sommer 2018 eigenständig bleiben, aber danach zu einer Integrierten Gesamtschule verschmolzen werden. Die Standortfrage ist in dem Kreistagsbeschluss außen vor geblieben.

Für die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Claudia Freese ist der Erhalt der Luisenhofschule nicht nur als Bildungseinrichtung von großer Bedeutung. Sie verweist auf die gemeinsame Nutzung und Finanzierung der Sportplätze, der Turnhalle und des Schwimmbads. Vor diesem Hintergrund sei der Luisenhof für die Bevölkerung im Stadtnorden „unverzichtbar“.

Um eine akzeptable Lösung zu finden, fordert Claudia Freese einen „gemeinsamen Dialog“. Ein offener Austausch unter Beteiligung der Eltern sei zielführender als „Arbeitskreise, die hinter verschlossenen Türen tagen und sich nur mit Quadratmeterzahlen befassen“.

Aufschub bis 2019

Claudia Freese berichtete, dass sich der Schulvorstand der Oberschule I ganz aktuell für einen Aufschub ausgesprochen habe. Demnach sollen alle Entscheidungen bezüglich der Zusammenlegung mit der Luisenhofschule bis 2019 ausgesetzt werden.

Nach Angaben der Vorsitzenden des Luisenhof-Schulelternrats, Sabine Schmidt, hat es bisher lediglich einen kurzen Gesprächstermin mit dem Arbeitskreis Schulentwicklung des Landkreises Wesermarsch gegeben. Auch sie bemängelt, dass es in dem Gutachten nur um Schüler- und Quadratmeterzahlen, aber nicht um die pädagogischen Konzepte der beiden Sekundarschulen gehe. Sie begrüßt die Idee, über die Elternvertretung zu einem Treffen einzuladen, bei dem mit Kreis- und Stadtratspolitikern über die Zukunft der Luisenhofschule diskutiert werden soll.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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