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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Beide Kliniken sollen bleiben

09.09.2019

Sürwürden An gleicher Stelle war sie vor zehn Jahren erstmals zur Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks Wesermarsch gewählt worden. Genauso frenetisch wie 2010 wurde Karin Logemann auch bei ihrer vierten Wiederwahl am Samstag gefeiert und diesmal sogar mit einem Goldregen überschüttet.

Dass die Jahreshauptversammlung der Sozialdemokraten in der Wesermarsch in der Gaststätte „Kiek mol rin“ in Sürwürden zu einem sechsstündigen Marathon wurde, lag aber nicht nur an den umfangreichen Wahlvorgängen für die Besetzung der Vorstandsämter, sondern auch an von den Ortsvereinen eingereichten 25 Anträgen.

Für eine längere Diskussion sorgte ein gemeinsamer Antrag der SPD-Ortsvereine in Nordenham und in den Gemeinden Butjadingen und Stadland. Damit sollte die SPD-Kreistagsfraktion aufgefordert werden, sich für eine dauerhafte medizinische Grund- und Regelversorgung einschließlich Geburtshilfe in der nördlichen Wesermarsch einzusetzen. Im Zweifel sollte das auch über kommunale Lösungen realisiert werden.

Brakes Bürgermeister Michael Kurz bemängelte, dass der Antrag nur die Sicherung der medizinischen Versorgung das nördlichen Kreisgebietes beinhaltete. Aufgrund der Altersstruktur der Ärzte in der mittleren und südlichen Wesermarsch werde es auch dort in kommenden Jahren zu Problemen bei der Übernahme von Praxen kommen.

Auch Hans Francksen aus Nordenham, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, wies darauf hin, dass man bei der medizinischen Versorgung, insbesondere bei der Geburtshilfe, nicht kleinteilig denken dürfe, sondern den ganzen Kreis im Blick haben müsse.

Ulla Schinsky wies darauf hin, dass man den Frauen ohnehin nicht vorschreiben könne, wo sie ihr Kind zur Welt bringen. „Die Leute stimmen mit den Füßen ab“, sagte die Vize-Landrätin und -Bürgereisterin der Stadt Brake. Wie sonst könne es angehen, dass es zwar 700 Geburten in der nördlichen Wesermarsch gibt, von denen aber nur etwa 300 in der Helios-Klinik erfolgt seien.

Für die Antragsteller machte Nils Humboldt vom SPD-Ortsverein Nordenham deutlich, dass sich die Initiative keinesfalls gegen das Braker Krankenhaus richte, sondern beide Kliniken erhalten werden müssen. Der Antrag sei aber der besonderen Situation des an drei Seiten von Wasser umgebenden nördlichen Kreisgebietes geschuldet. Hier leben zudem rund 45 Prozent der Wesermarsch-Bevölkerung. Die großen Industrieanlagen in Nordenham und der Tourismus in Butjadingen mit jährliche über eine Million Übernachtungen seien weitere Gründe für die Sicherstellung einer standortnahen medizinischen Versorgung.

Mit einer leichten redaktionellen Abänderung fand der Antrag dann doch eine breite Zustimmung bei den rund 60 Delegierten des SPD-Unterbezirks Wesermarsch.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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