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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Städtepartnerschaft: Bürgermeister pflanzen „Symbol des Friedens“

26.09.2017

Swinemünde /Nordenham Gute Projekte brauchen Menschen, die sie gestalten und vor allem leben. Die Städtepartnerschaft zwischen Swinemünde und Nordenham ist in diesem Sinne ein sehr gutes Projekt.

Bei den Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft in Swinemünde sorgten die Organisatorinnen Uschi Wilkens aus Nordenham und vor allem Lidia Miecznik von der Stadtverwaltung Swinemünde für einen würdigen Rahmen. Die Delegationsleiter, Bürgermeister Carsten Seyfarth und in erster Linie sein Amtskollege und Gastgeber Janusz Zmurkiewicz, führten gekonnt durch das Programm.

„Der alte Fritz“

Gelebt wird das Projekt von unzähligen Bürgern beider Städte. Sinnbildlich dafür steht Fritz Jacob, der in Swinemünde nur Pan Fritz (polnisch für Herr Fritz) oder scherzhaft „der alte Fritz“ genannt wird. Der frühere FDP-Ratsherr war einer der Geburtshelfer der Städtepartnerschaft und ist heute so etwas wie ihre gute Seele. Und so intonierte der 81-Jährige nach einem gemeinsamen Essen mit Unterstützung die Butjenter Nationalhymne und löste damit eine polnisch-deutsche Gesangsparty aus. Anschließend tanzte er zum Klassiker „An der Nordseeküste“ durch den Raum brachte ganz nebenbei seinen polnischen Freunden das Lied und den dazugehörigen Klatsch-Rhythmus bei. Gleichzeitig schwoften die Bürgermeister Arm in Arm mit Jugendlichen, Shantychorsängern und Stadtabgeordneten dazu. Wenn Städtepartnerschaften diesen Punkt der Herzlichkeit und offenen Sympathie erreichen, ist die Zukunft des Projektes gesichert. Und wenn sie Schule machen, braucht man sich um die Zukunft eines gemeinsamen Europas keine Sorgen zu machen.

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Insgesamt bestand die Nordenhamer Delegation aus 50 Teilnehmern. Mit dabei war auch City-Managerin Ilona Tetzlaff. Sie nutzte die Gelegenheit, um für Nordenham und die Wesermarsch als Urlaubsregion zu werben. Das Infomaterial, das sie mitgebracht hatte, war schnell vergriffen.In der städtischen Galerie wurde eine Ausstellung mit Arbeiten der Butjadinger Künstlerin Christine Pape eröffnet.

Die Zukunft und ein gemeinsames Europa waren die großen Themen des offiziellen Teils, gespickt mit kurzen Rückblicken auf ein Vierteljahrhundert Städtepartnerschaft. Beide Bürgermeister betonten mehrfach, dass die Zukunft vor den beiden Städten und ihrer Partnerschaft liege und sie eine Zukunft der Freundschaft sei. „Entfernung spielt hier keine Rolle. Wenn man will, schafft man alles“, betonte Janusz Zmurkiewicz.

Als Zeichen der Verbundenheit pflanzten die Bürgermeister gemeinsam einen Baum vor der Swinemünder Stadtverwaltung. Carsten Seyfarth sprach von einem „Symbol des Friedens“.

Gedankt wurde den vier Unterzeichnern des Partnerschaftsvertrages. Das waren auf der Seite von Swinemünde der ehemalige Bürgermeister Antoni Stryczynski und der damalige Stadtpräsident Leszek Milosz, die beide zum Bedauern aller nicht vor Ort sein konnten. Für Nordenham hatten 1992 der damalige Bürgermeister Ulrich Münzberg und der ehemalige Stadtdirektor Wilfried Fugel unterzeichnet. Beide waren bei der Jubiläumsfeier vor Ort. Ulrich Münzberg unterstrich, dass diese Partnerschaft in erster Linie für Schüler und Jugendliche beider Städte gestartet wurde.

Junge Leute waren auch – ganz im Sinne der Urväter des Projektes – die Hauptakteure beim Bühnenprogramm in der voll besetzten Swinemünder Konzertmuschel an der Promenade. Die jugendliche Tanzgruppe Diamond Crew des SV Nordenham begeisterte ebenso wie die Nordenhamer Nachwuchsband High­heads, die die Bühne sensationell rockte. Musiklehrerin Annette Grunwald hatten allen Grund, mit dem Auftritt zufrieden zu sein.

Für europäische Einheit

Emotionaler Höhepunkt für viele Besucher war dann der Auftritt einer gemischten Schülergruppe aus Tossens, Swinemünde und Tschechien, die in drei Sprachen mit Gesang und Texten für Grenzenlosigkeit, Frieden und die Einheit Europas warben. Abgerundet wurde das Programm von den „Älteren“. Sowohl der Nordenhamer Shantychor als auch das Marineorchester Swinoujscie stellten ihre Klasse unter Beweis.

Wer dieses Wochenende erlebt hat, ist sich sicher, dass die Städtepartnerschaft zwischen Swinemünde und Nordenham voller Leben und Freu(n)de ist und sein wird. Unter den jungen Menschen findet sich bestimmt die nächste gute Seele, der nächste „Pan Fritz“. Es wäre allen Beteiligten zu wünschen.

Freuen sich auf die Zusammenarbeit: Aneta Locker, Edyta Tomaszek und Dieter Kluger

Austausch mit Schule FAH beschlossen

Große Freude bei den Bürgermeistern von Swinemünde und Nordenham, Janusz Zmurkiewicz und Carsten Seyfarth, löste am Wochenende die Nachricht aus, dass es eine neue Kooperation zwischen Schulen beider Städte gibt. Am Rande der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft trafen sich Edyta Tomaszek, Schulleiterin der Grundschule Nr. 6 Swinemünde, und Dieter Kluger, Schulleiter des Grundschule Friedrich-August-Hütte. Mit Hilfe von Aneta Locker, die in Swinemünde als Lehrerin tätig war und es heute in Nordenham und Tossens ist, besprachen die Schulleiter erste Eckpunkte. In zwei Jahren soll es spätestens mit den ersten Fahrten von Schülern losgehen.

Edyta Tomaszek zeigte den Nordenhamer Pädagogen ihre Schule und tauschte sich rege mit ihrem Nordenhamer Kollegen aus, der zu einem baldigen Gegenbesuch einlud. Dieter Kluger, der erstmals in Swinemünde zu Gast war, zeigte sich tief beeindruckt von der neuen Partnerschule und der Arbeit seiner Kollegin. Die Grundschule FAH ist für Nordenhamer Verhältnisse mit etwa 200 Schülern und 13 Pädagogen groß. Bürgermeister Janusz Zmurkiewicz sprach in diesem Zusammenhang scherzhaft von einer „Zwergenschule“, denn in der Grundschule Nr. 6 unterrichten 89 LehrerInnen 1000 Schüler in zwei großen Gebäuden, die durch zwei große, schuleigene Sportanlagen verbunden sind.

Nordenhams Bürgermeister Carsten Seyfarth dankte bei der offiziellen Feier zum Bestehen der Städtepartnerschaft besonders Aneta Locker, die sowohl in frühere Austauschprogramme als auch in die aktuellen Programme Tossens-Swinemünde und nun Swinemünde-FAH viel Herzblut und Arbeit gesteckt hat und weiterhin steckt. „Beim Blick in die Zukunft wird mir so nicht bange“, schloss er seinen Dank.

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