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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Unsoziales Verhalten von Konzernen am Pranger

22.06.2010

RODENKIRCHEN Björn Thümler hat in seinem Leben bereits viel erreicht. Nun steht er vor einer weiteren politischen Herausforderung: Wenn alles klappt und Christian Wulff zum neuen Bundespräsidenten gewählt wird, soll der Berner Christdemokrat und CDU-Kreisvorsitzende das Amt des Fraktionschefs im niedersächsischen Landtag übernehmen. Die Weichen seien schon gestellt, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Enak Ferlemann bei der Kreismitgliederversammlung in Albrechts Hotel (die NWZ berichtete).

An Kontur gewonnen

Dass Björn Thümler während seines langjährigen Engagements ständig an Kontur gewonnen hat und mittlerweile auf vielen politischen Feldern präsent ist, bewies er einmal mehr in seinen sachlichen, fundierten und auf den Punkt gebrachten Ausführungen. So bezeichnete er es als Skandal, dass EADS die Firma Aircraft Services Lemwerder (ASL) ohne Not auflöse. Das sei wirtschaftlich „ein riesen Fehler“, doch die Politik habe nicht massiv eingreifen können. Betriebsbedingte Kündigungen seien indes zurückgenommen worden. Nun müsse alles daran gesetzt werden, auch die Arbeitspakete in der Wesermarsch zu halten.

Bezüglich des Eiswerks Strückhausen ergriff er Partei für die Beschäftigten und prangerte das unsoziale Verhalten des Konzerns an. Die Geschäftsführung der R & R Ice Cream Group, zu der das Strückhauser Werk gehört, hatte das Alternativkonzept der Mitarbeiter zur Rettung des Produktionsstandortes abgelehnt. Björn Thümler sprach von einer Gewinn-Maximierungs-Firma. Dass die Mitarbeiter bereit seien, hohe Einbußen in Kauf zu nehmen, die Gewinnmarge dennoch nicht über 20 Prozent betragen werde, sei dem Konzern nicht ausreichend gewesen. Er werde mit anderen alles dafür tun, dass der Standort erhalten sowie die 160 Mitarbeiter in Lohn und Brot blieben. Gespräche würden geführt.

Und auch das Kernkraftwerk Unterweser muss seiner Meinung nach weiter am Netz bleiben, um eine Energiesicherheit herzustellen. Die Laufzeitverlängerung eines der leistungsfähigsten Kraftwerke über 2012 hinaus – um zehn Jahre – sei sinnvoll. Standorte der Industriebetriebe wie Xstrata und Metaleurop dürften durch die Energiepolitik nicht aufs Spiel gesetzt werden. Es wäre eine Katastrophe, wenn dort die Arbeitsplätze verloren gingen, sagte er. „Dann geht hier das Licht aus.“

Laufzeit-Verlängerung

Dass es, wie auch immer, auf eine Verlängerung der Laufzeiten hinauslaufe, erwiderte Enak Ferlemann auf Anfrage von Dr. Thomas Burgdorff, Leiter des KKU-Kommunikationszentrums. Maßgebend sei die Sicherheit der Anlage. Wenn die Entscheidung für ein Endlager gefallen sei, so Enak Ferlemann weiter, rechne er auch mit einer höheren Akzeptanz für die Kernenergie. Ob die Brennelemente-Steuer auch ohne Laufzeit-Verlängerung erhoben werde, sei abzuwarten.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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