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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Spd: Viel Zustimmung für neue Nummer eins

26.01.2017

Nordenham Bei den Parteifreunden an der Basis scheint die Kandidatenkür der SPD für die Bundestagswahl im September gut anzukommen: In einer NWZ-Umfrage unter Nordenhamer Sozialdemokraten zeigte sich, dass sie Martin Schulz für den richtigen Mann halten.

Für Anna-Lena Garbe (28) war es „auf jeden Fall die richtige Entscheidung“, Martin Schulz ins Rennen zu schicken. Die 28-jährige SPD-Ratsfrau aus Abbehausen räumt ihm bei der Bundestagswahl bessere Chancen als Sigmar Gabriel ein. „Martin Schulz ist ein neues Gesicht und steht für Europa“, hebt sie die Pluspunkte hervor. Dass der Noch-Parteichef Sigmar Gabriel keine Ambitionen auf die Kanzlerkandidatur mehr hat und auch den SPD-Vorsitz abgeben will, kam für Anna-Lena Garbe überraschend.

Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Nordenham, Uwe Thöle (65), begrüßt Martin Schulz’ Nominierung und macht kein Geheimnis daraus, dass der Europapolitiker von vornherein sein „Wunschkandidat“ war. Martin Schulz komme bei den Wählern besser an und sei kompetenter als Sigmar Gabriel, der mit seinem Hang zur Sprunghaftigkeit viel Kredit verspielt habe. In die engere Wahl für die Kanzlerkandidatur wäre seiner Meinung nach auch auch Manuela Schwesig gekommen. „Der traue ich eine Menge zu“, sagt Uwe Thöle. Er hätte es gut gefunden, wenn die Parteibasis über eine Mitgliederbefragung an der wichtigen Personalentscheidung beteiligt worden wäre. Ob die SPD bei der Bundestagswahl Erfolg hat, hängt laut Uwe Thöle vor allem davon ab, inwieweit Martin Schulz „unsere klassische Wählerschaft zurückgewinnen kann“.

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Der Nordenhamer Bürgermeister Carsten Seyfarth (48), der seit 2002 der SPD angehört, spricht von einer „überraschenden Wendung“. Er hatte damit gerechnet, dass Sigmar Gabriel als Kanzlerkandidat antritt. Doch die jetzt getroffene Entscheidung, Martin Schulz als Nummer eins aufzubieten, sei vernünftig und daher zu begrüßen. Den erfahrenen Europapolitiker hält Carsten Seyfarth für einen „sehr engagierten Wahlkämpfer“. Martin Schulz benötige allerdings noch „innenpolitisches Profil“, um sich behaupten zu können. Sigmar Gabriel wäre mit dem Ballast der Großen Koalition angetreten und hätte daher im Wahlkampf „nicht die nötige Beinfreiheit“ gehabt. Was Carsten Seyfarth „nicht ganz nachvollziehen“ kann, ist Sigmar Gabriels Rückzug vom Posten des Parteivorsitzenden.

„Sehr überrascht“ hat Wilfried Fugel (68) die Nachricht aufgenommen, dass Sigmar Gabriel auf die Kanzlerkandidatur verzichtet und sie Martin Schulz überlässt. Grundsätzlich hält der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Nordenhamer Stadtrat beide Spitzenpolitiker für diesen Posten geeignet. „Sie haben unterschiedliche Fähigkeiten“, sagt Wilfried Fugel, der Martin Schulz allerdings bescheinigt, „bundespolitisch weniger verbraucht“ zu sein. Hat die SPD mit Martin Schulz als Frontmann eine echte Chance, die Bundestagswahl zu gewinnen? „Die SPD will natürlich so viele Stimmen wie möglich erhalten“, sagt Wilfried Fugel, „aber die Chancen auf das Kanzleramt sind bei realistischer Betrachtung nicht so groß.“ Nach Meinung des Ellwürder Sozialdemokraten, der seit 1970 der SPD treu ist, hätte es nicht geschadet, wenn die Partei zur Kanzlerkandidatur eine Mitgliederbefragung vorgenommen hätte. Dass Martin Schulz auch den Parteivorsitz übernehmen soll, betrachtet Wilfried Fugel als „normalen Vorgang“.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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