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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Zuwanderung: Vormundschaft für bis zu 50 Jugendliche übernehmen

20.11.2015

Wesermarsch 21 unbegleitete minderjährige Asylsuchende aus Afghanistan, Syrien und Marokko befinden sich derzeit in der Wesermarsch. Der Verteilschlüssel sieht die Aufnahme von rund 30 mehr vor. „Bis zum Jahresende können es aber noch erheblich mehr werden“, betonte Uwe Ritter, Leiter des Fachdienstes Jugend beim Kreis Wesermarsch, am Mittwoch im Jugendhilfeausschuss im Kreishaus.

Schwierig sei, dass Minderjährigen einen Vormund bräuchten, sollten sie sich registrieren lassen. Drei Beamte seien im Amt als gesetzliche Vormünder für bis zu 150 Jugendliche verantwortlich. „Ich will keine Hiobsbotschaft abgeben: Wir haben Sorge, ob die Standards, die wir gemeinsam für Jugendliche erarbeitet haben, bei der Flüchtlingssituation noch haltbar sind“, sagte Uwe Ritter. Das betreffe sämtliche Jugendhilfemaßnahmen, da in Kürze der Aufwand gestiegen sei – bei gleicher Personaldecke. Doch ohne eine Vormundschaft könne kein Asylverfahren gestartet werden.

Uwe Ritter beklagte sich über Irrungen und Wirrungen: Fast täglich gebe es eine Neujustierung von Zahlen und Vorgaben im Umgang mit der Einwanderungssituation. Seit dem 1. November gebe es eine neue Landesverteilstelle, an die sich auch das Jugendamt in der Wesermarsch mit Fragen gewendet hätte. „Wir haben die Stelle drei Wochen lang nicht erreicht. Das hat unsere Arbeit vor Ort nicht leichter gemacht.“

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Die Arbeit mit den jungen Flüchtlingen binde erhebliche personelle Ressourcen – von der Betreuung bis zur aufwendigen Kostenabrechnung mit dem Land Niedersachsen. Die Notunterkunft an der Kirchenstraße bekäme nun einen Betreuungsdienst für die unbegleiteten Minderjährigen, damit sei es aber noch nicht getan. „Die Notunterkunft in Brake kann die gesetzlichen Vorsprüche nicht erfüllen. Wir müssen sie nach vier Tagen in entsprechende Einrichtungen von freien Trägern verteilen“, klagte der Fachdienstleiter. Erst seien es vier Wochen gewesen und schon schwierig genug. Es bleibe abzuwarten, wie man die Vorgabe umsetzen könne. „Da wird irgendwann eine Grenze erreicht sein.“ Bei der Vermittlung in Jugendeinrichtungen sei es ebenfalls fraglich, ob es immer gelingen könne, Geschwister oder Freunde aus dem selben Heimatland gemeinsam unterzubringen, da einzelne freie Plätze sofort belegt würden. „Das ist mehr als schwierig“, sorgte sich der Fachdienstleiter.

Auch bei den mittlerweile wöchentlich in Brake ankommenden Bussen mit Flüchtlingen seien oft unbegleitete Jugendliche dabei, zumeist junge Männer zwischen 16 und 18. Zwölf seien nach Angabe von Uwe Ritter bisher per Bus gekommen, neun vom Jugendamt in Bremen, das durch Umverteilung Jugendliche in Bereiche mit Kapazitäten abgeben kann, in diesem Fall in die Wesermarsch. Davon habe das Amt zufällig bei der Ankunft der Busse erfahren.

Sascha Sebastian Rühl Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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