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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Mit guter Vernetzung punkten

01.06.2018

Waddens „Mich hat der Garten Eden beeindruckt“, lobte der Leiter der Kommission, Norbert Wencker, zum Abschluss der Bereisung den kleinen Park in der Dorfmitte. Der „Garten Eden“ war die letzte Station auf der von Dirk Warns launig moderierten Busrundfahrt durch das Dorf. Die Abschlussveranstaltung des Regionalentscheids findet laut Norbert Wencker, Dezernatsleiter im Amt für Landesentwicklung in Oldenburg, am 15. Juni im Alten Landtag in Oldenburg statt. Waddens und anschließend Schwei waren die letzten Besichtigungstermine im diesjährigen Regionalwettbewerb.

Lebenslange Dauerkarten

Die Mitglieder Mitglieder der Bewertungskommission erhielten zum Abschied neben einem Regenschirm eine „lebenslange Dauerkarte“ für folgende Einrichtungen: Garten Eden inklusive Hörstuhl, St. Marcellinus- und Petrus-Kirche, Schleuderball-Stadion, Klootwurfarena am Deich, Boßelkampfbahn am Sieltiefsweg und Sporthalle am Sportplatz. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass „der Inhaber dieser Karte freien Zugang hat und mit Getränken und Speisen zu versorgen ist.

Kurzer Blick in Historie

Begonnen hatte die Rundreise bei Sonnenschein in der Gaststätte „De Butjenter“, wo Dirk Warns den Ort und dessen Geschichte vorstellte, bevor im Saal Tineke de Witte vom Theaterverein einen Einblick in das kulturelle Leben gab. Sie bezeichnete die Gaststätte als „das Herz des Dorfes“, in der auch viele Theateraufführungen stattfinden. Auf dem Sportplatz wartete Turnvereins-Vorsitzende Martina Coldewey auf die Fachleute aus verschiedenen Institutionen wie Landvolk, Niedersächsischer Heimatbund, Akademie für den ländlichen Raum und Bund deutscher Landschaftsarchitekten. Martina Coldewey verwies darauf, dass in Butjadingen nur noch beim TV Waddens Schleuderball gespielt werde und die erste Mannschaft in der höchsten Spielklasse, der Landesliga, Punktspiele bestreitet. Hergen Stoffers und Gerold Böker demonstrierten den Schleuderball-Weitwurf. Auch Gerätturnen findet nur noch in Waddens statt. Trainiert wird zusammen mit anderen Vereinen. „Wir haben den besten Schwebebalken, aber keinen Sprungtisch“, erklärte Martina Coldewey die Kooperation.

Weiter ging es in den Sieltiefsweg zu der vor 30 Jahren stillgelegten Mühle, in der jetzt Reiner Falck wohnt. Der ehemalige Frankfurter pries in höchsten Tönen den „beispiellos guten Zusammenhalt“ im Dorf an, „das kannten wir aus Hessen nicht.“ Auf dem Rückweg wies Dirk Warns auf zwei Baugebiete hin, von denen das erste nahezu komplett bebaut ist: „Wir haben hier keinen Bauboom. Das ist auch gut so, dass sich das Dorf langsam entwickelt“.

Im Dorf vernetzt

Der Bus hielt bei der Dorfdurchfahrt kurz an bei einem Schild mit der Aufschrift „Mitfahrgelegenheit“. Hier wies Dirk Warns auf die Waddenser WhatsApp-Gruppe hin, in der 190 Einwohner vernetzt sind und solche Angelegenheiten untereinander regeln. Ebenso wies er auf die historische Schmiede Suhr hin und auf das „Bedarfsartikel aller Art“-Geschäft Schwibbe und dessen rollenden Tante-Emma-Laden. Bei der Fahrt zum Deich sagte er, dass in Waddens noch zwölf Bauernhöfe bewirtschaftet werden, davon sieben konventionell und fünf als Biobetriebe. Bei einem Blick über den Deich in Waddensersiel erklärte er den Gästen aus dem Binnenland die Funktion der Schafe als lebende Trippelwalze und zeigte, wo im Watt vor 300 Jahren das alte Dorf Waddens lag.

Stefan Bruns, Vorsitzender des Klootschießer- und Boßelvereins Waddens, zeigte einen gemähten Außendeichstreifen und erzählte, dass dieser bereits als Wettkampfbahn für Klootschießer- Europameisterschaften gedient hat. Im Bus reichte er Kloot- und Boßelkugeln herum. Der hinten im Bus sitzende Landschaftsarchitekt Matthias Kolhoff machte sich einen Spaß daraus, sie wieder nach vorne zu rollen. Auf der Deichkrone verriet Dirk Warns, dass die Waddenser planen, hinter dem Deich und vor der Skyline von Bremerhaven mal ein Theaterstück aufzuführen.

Im Garten Eden wurde die Kommission von Rosalinde Linde, dargestellt von Susanne Hübler, temperamentvoll bei Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen empfangen. Dabei waren auch viele Einheimische wie die Kindergartenkinder, die mit Leiterin Conny Kollwitz und ihren Betreuerinnen die kleine Blühwiese bewässerten. Norbert Wencker meinte zum Abschluss anerkennend, er habe nicht gewusst, „dass es auch auf Erden einen Garten Eden gibt.“

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