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100.000 Euro Für Einrichtung Beantragt: Grüne fordern Tierheim für die Wesermarsch

04.11.2019

Wesermarsch Mehr Tierwohl wünscht sich Christina-Johanne Schröder. Das sei ein super wichtiges Thema, sagt die Bernerin, die der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag angehört. Vor allem bei der Versorgung von Fundtieren und beschlagnahmter Haustiere sieht die 35-Jährige im Landkreis Wesermarsch Handlungsbedarf.

Tierheim Wesermarsch errichten

Der Kreistag möge beschließen, 100 000 Euro für die Einrichtung eines Tierheims Wesermarsch in den Haushalt 2020 einzustellen, welches durch den Landkreis betrieben wird. Diesen Antrag stellt die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in der nächsten Sitzung des Ausschusses für öffentliche Ordnung und Feuerwehr am Dienstag, 19. November. Beginn ist um 16.30 Uhr im Kreishaus in Brake. Im ersten Halbjahr 2020 soll die Konzeption für das Tierheim erstellt werden. Regelmäßige Fundtierkostenerstattung sei mit den Wesermarsch-Kommunen auszuhandeln.

Auch soll der Kreistag beantragen, das Tierheim mit circa 55 000 Euro für vier Betriebsjahre auszustatten, sowie jährlich eine Stelle für den Bundesfreiwilligendienst auszuschreiben. Nach drei Jahren werde der Stellenschlüssel geprüft.

Sie könne zwar noch kein fertiges Konzept vorlegen, so Christina-Johanne Schröder auf Nachfrage der NWZ. Bei der Versorgung der Tiere gemäß Tierschutzgesetz handelt es sich nach ihren Worten um eine kommunale Pflichtaufgabe. „Diese Pflichtaufgabe muss endlich erfüllt werden“, fordert sie im Namen ihrer Kreistagsfraktion.

Die Versorgung von Fundtieren und beschlagnahmter Haustiere übernehmen nach Christina-Johanne Schröders Worten ausschließlich ehrenamtliche Strukturen in der Wesermarsch. Sie erhielten dabei kaum finanzielle, logistische und organisatorische Unterstützung. „Dieses Abwälzen einer staatlichen Aufgabe an Menschen, die ein großes Herz für kleine Tiere haben, ist in Deutschland weit verbreitet“, so Christina-Johanne Schröder. Denn ohne sie würden jedes Jahr hunderte von Tieren nicht versorgt, nicht kastriert und nicht vermittelt werden. Häufig würden Kommunen die Unterbringung von Fundtieren an Private oder Tierheime auch delegieren, die durch Dritte betrieben werden, ohne die Kosten komplett aufzufangen.

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Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen beantragt daher, dass der Landkreis die Kommunen entlastet und sie bei ihrer Pflichtaufgabe unterstützt. „Dazu muss ein modernes und tiergerecht eingerichtetes kommunales Tierheim in der Wesermarsch gegründet werden“, betont die 35-Jährige. Wichtig ist ihr dabei, „dass es nicht ausschließlich durch Ehrenamtliche betrieben wird“, wie sie betont.

Es gibt Pflegestellen von Tierschutzvereinen, es gibt Katzenhäuser und Kleintierhilfen in der Wesermarsch sowie Moyzes-Tierheim in Blexen, für das die Stadt Nordenham laut Christina-Johanne Schröder einen neuen Betreiber sucht. Wichtig sei bei der Gründung des landkreisweiten Tierheims, die ehrenamtlichen und kompetenten Tierschützer einzubinden. Sie sollten sich wertgeschätzt und nicht vor den Kopf gestoßen fühlen. Die Grünen beantragten jetzt Geld und Personal. Auch sollte ein guter Standort für die Tierbetreuung ausgewählt werden, so die 35-Jährige. Auch ein Pflegestellen-Fonds von 5000 Euro sollte geschaffen werden, um etwa Futtermittel oder Tierarztkosten bezahlen zu können.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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