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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Heftige Kritik an der Strahlenschutzverordnung

29.10.2019

Wesermarsch Mit dem Thema „Freigabe radioaktiver Stoffe“ soll sich die Umweltministerkonferenz befassen, die vom 13. bis zum 15. November in Hamburg stattfindet. 57 Gruppen, Verbände und Organisationen haben diesbezüglich einen offenen Brief zum Thema „Moratorium zu Rückbauvorhaben bei Atomkraftwerken“ unterzeichnet. Zu den Unterzeichnern gehören aus dem Landkreis Wesermarsch der Arbeitskreis Wesermarsch mit zurzeit 70 Adressaten, der sich besonders um das Rückbauverfahren des Kernkraftwerks Unterweser (KKU) in Kleinensiel befasst, und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Regionalverband Unterweser, sowie die Bürgerinitiative AtommülldepoNIE Käseburg.

In dem offenen Brief werden die Konferenzteilnehmer aufgefordert, sich zu positionieren. Denn seit mehreren Jahren – spätestens seit dem vermehrten Abbau von Kernkraftwerken in Deutschland – gebe es intensive Diskussionen in den atomkritischen Teilen der Bevölkerung und in verschiedenen Organisationen, die sich für Umwelt- und Gesundheitsschutz einsetzen, heißt es in dem Schreiben. Diese hätten zu einer ausführlichen Kritik an der in der Strahlenschutzverordnung geregelten „Freimessung“ geführt. Die wesentlichen Kritikpunkte sind:  die dafür zugrunde gelegten Daten und Berechnungen seien nicht nachvollziehbar, weil Ausgangsbasis und Rechenvorgang nicht offengelegt seien;  sie beruhten auf veralteten Annahmen und Daten und würden nicht dem Stand von Wissenschaft und Technik entsprechen;  die Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung durch radioaktive Strahlung und radioaktive Stoffe, gerade auch im Niedrigstrahlungsbereich, sei zu optimistisch angesetzt und müsste neu bewertet werden.

Wie dem Brief zu entnehmen ist, würden seit Jahren freigemessene Reststoffe aus Atomanlagen freigegeben und landeten auf Deponien, in Verbrennungsanlagen und zur freien Verwertung in der Umwelt. Eine weitere Verteilung von „radioaktiven Stoffen“ in die Umwelt dürfe nicht stattfinden.

„Wir fordern ein Moratorium bei der Freigabe von radioaktiv belasteten Materialien aus Atomanlagen. Das gesamte Material muss gesichert am jeweiligen Standort aufbewahrt werden, bis klar ist, welche Mengen in Deutschland insgesamt anfallen und ein Konzept zur langfristigen Aufbewahrung erarbeitet ist.“ Die Umweltministerkonferenz (UMK) ist die Fachministerkonferenz für Umweltpolitik, in der die Umweltministerminister und die Umweltsenatoren des Bundes und der Länder mit Stimmrecht vertreten sind. Sie dient vor allem der Koordination der Bundesländer.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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