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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Bürgermeister glänzen (fast alle) mit Abwesenheit

27.03.2019

Wesermarsch In Brake und Nordenham sind Behindertenbeiräte tätig. Doch in den anderen sieben Städten und Gemeinden in der Wesermarsch gibt es sie nicht. Die Bürgermeister dieser Kommunen werden alle sechs Monate vom Kreisbehindertenbeirat Wesermarsch (KBR) eingeladen. Das Ziel: Sie sollen über behindertenpolitische Aktivitäten und Initiativen in ihren Zuständigkeitsbereichen berichten.

Beim jüngsten Termin dieser Art glänzten die meisten der eingeladenen Bürgermeister mit Abwesenheit, und das überwiegend ohne Absage. „Sehr enttäuschend“, nannte das der KBR-Vorsitzende Reiner Wispeler.

Um so freundlicher begrüßt wurden Brigitte Fuchs, Bürgermeisterin der Stadt Elsfleth, und Amtsleiter Joachim Wulf in Vertretung der Butjadinger Bürgermeisterin Ina Korter.

Brigitte Fuchs berichtete von „großen Fortschritten“, die in der jüngsten Zeit in Elsfleth erzielt worden seien. So würden alle Straßengestaltungsmaßnahmen möglichst barrierefrei konzipiert. Die Toilette im Hallenbad genüge nun behindertenfreundlichen Kriterien und das gelte ebenfalls für den neuen Kindergarten, der im kommenden Jahr eröffnet werden soll. Kurzum: „Bei allem, was wir bauen, versuchen wir Barrierefreiheit zu realisieren.“

Den von ihr beschriebene „Umdenkprozess“ führt die Bürgermeisterin neben den strenger gewordenen gesetzlichen Bestimmungen und der UN-Menschenrechtskonvention auf die eigene persönliche Betroffenheit zurück, mit der immer mehr Kommunalpolitiker zu tun hätten.

Brigitte Fuchs ist selbst ein Beispiel: Häufig ist sie mit ihrem Vater, der auf den Rollstuhl angewiesen ist, in der Elsflether Innenstadt unterwegs. Dabei lernt sie stets Neues über bauliche Schwachpunkte, die alten und behinderten Menschen das Leben schwerer machen. Das Fazit der Politikerin: „Wer nicht direkt betroffen ist, kann sich in die Bedürfnisse Behinderter nur schwer oder gar nicht hinein versetzen. Das ist keine böse Absicht.“

Auch in der Gemeinde Butjadingen ist das Bemühen um Barrierefreiheit und Behindertenfreundlichkeit groß. Das verdeutlichte Amtsleiter Wulf. Er verwies unter anderem darauf, dass 2019 vier und 2020 neun weitere Haltestellen barrierefrei hergerichtet werden sollen. Das Museum Fedderwardersiel sei bereits behindertengerecht gestaltet worden, wozu unter anderem ein Fahrstuhl und Texttafeln in Blindenschrift gehörten. Die Grundschule Burhave wurde Joachim Wulf zufolge mit neuen Rampen und sanitären Anlagen ausgestattet.

Ein weiteres wichtiges Projekt soll das „neue“ Rathaus sein: In Frage kommen sowohl ein Umbau des Gebäudes als auch ein Neubau. Für beide Fälle gilt: Die Barrierefreiheit soll in höchstem Maße gegeben sein.

Die nächste Bürgermeister-Runde des Kreisbehindertenbeirates Wesermarsch ist für den 30. November um 16.30 Uhr im Kreishaus Brake vorgesehen. Dann hoffen Reiner Wispeler und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter auf eine regere Teilnahme der Verwaltungschefs.

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