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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Dächer sollen laut SPD begrünt werden

21.08.2019

Wesermarsch Die SPD-Kreistagsfraktion hat sich in der Sommerpause nicht nur mit Projekten der Optimierung der Infrastruktur, sondern auch mit weiteren konkreten Maßnahmen zur Umsetzung des 2014 verabschiedeten Masterplans zur Klimaregion Unterweser befasst.

In der für Ende August terminierten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses wird die SPD-Fraktion beantragen, das Fachdezernat zu beauftragen,  Potenziale unter ökologischen und ökonomischen Kriterien zu untersuchen, auf den flachgeneigten Dächern und Flachdachbereichen der kreiseigenen Immobilien sowohl weitere Solaranlagen zur Stromerzeugung als auch extensive und damit pflegeleichte Begrünungskulturen zu ermöglichen.

Dabei sollten etwa notwendige statische Optimierungen an der jeweiligen Dachkonstruktion mit betrachtet werden.

 Auf den Freilandflächen und Uferbereichen der kreiseigenen Liegenschaften sollen durch großzügige Aussaaten von mehrjährigen Wildblumenmischungen „Blühflächen“ angelegt werden. Gute Möglichkeiten vermutet die Fraktion auch auf den überdeckten Alt-Deponieflächen in Nordenham und Brake.

Diese Maßnahmen sind nachweislich geeignet, die innerörtlichen Klima- und Umweltbedingungen für Mensch und Natur (Vögel, Insekten und andere Kleintiere) nachhaltig zu verbessern. Inzwischen sind speziell für Dachbegrünungen geeignete Pflanzkulturen vor allem mit Blick auf ökonomische Wirkungen weiterentwickelt worden.

Die funktionelle Einbindung begrünter Dächer würde auch im Rahmen der Ortsentwicklungen in der Wesermarsch einen wichtigen Ansatz darstellen, um zunehmende klimabedingte Ereignisse (Stichwort: überforderte Siedlungsentwässerung bei Starkregenfällen, Feinstaub, Blühpflanzendefizite, Hochtemperaturen) abzumildern und die ökologische Revitalisierung der Wohnorte zu unterstützen.

Ein extensiv begrüntes Dach ist nach kurzer Zeit in Funktion, braucht wenig Pflege und fördert auch optisch die Naturbelassenheit im Umfeld der Menschen.  Außerdem verlängert es die Lebensdauer des Daches, da es Schutz vor Witterungseinflüssen wie UV-Bestrahlung durch die Sonne, Regen, Wind und Temperaturschwankungen bietet. Zudem  fördert es die Artenvielfalt, weil die Pflanzen Lebensraum bieten für Insekten, Vögel und andere Kleintiere.

 Ein begrüntes Dach regelt Starkregengüsse selbst, indem das Wasser zunächst von den Pflanzen und dem Substrat aufgenommen wird. Durch den Abfluss über bodennahe Versickerungsflächen würde das Grundwasser angereichert, Überschwemmungsgefahren gemindert und sonst entstehende Gebühren für die Nutzung der kommunalen Entwässerung eingespart.

 Darüber hinaus bindet es Feinstaub aus der Luft und verwandelt CO2 in Sauerstoff. Es reinigt die Luft und verbessert die Umgebungsluft gerade in Städten. Es  senkt die Umgebungstemperatur, da die Pflanzen Sonnenlicht absorbieren. Und die Temperatur unter einem Gründach wird stark reduziert: Es bietet im Sommer ein kühleres und angenehmeres Raumklima. Im Winter puffert das Gründach kalte Außentemperaturen ab. Das führt zu Energie- und CO2-Einsparungen.

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