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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Pflegeheime auf dem Land müssen bezahlbar sein

15.05.2019

Wesermarsch „Pflegeheime auf dem Land müssen gut und bezahlbar sein. Und sie müssen mehr Kurzzeitpflege bieten.“ Das fordert Jürgen Bley, Vorsitzender des Kreisverbands Wesermarsch im Sozialverband Deutschland (SoVD). Der Nordenhamer verweist in einer Pressemitteilung darauf, dass gerade ländliche Regionen vom Pflegenotstand betroffen sind.

„Auch Pflegeheime leiden unter Fachkräftemangel, der durch bessere Bezahlung und mehr Personal abgestellt werden soll. Die dafür erforderliche Neuordnung der Finanzierung aber darf nicht wie bisher einseitig zu Lasten der Pflegebedürftigen gehen“, sagt Jürgen Bley. Der Eigenanteil dürfe nicht steigen. Pflege sei eine gesellschaftliche Aufgabe, also müssen mehr Steuermittel dafür aufgewendet werden, fordert er.

Nach Angaben des SoVD leben in der Wesermarsch etwa 3900 pflegebedürftige Menschen; etwa 1400 stationäre Plätze stehen in Pflegeheimen zur Verfügung. Das quantitative Angebot mache noch keine Sorgen. Doch die Menschen in der Wesermarsch werden älter. Die Zahl pflegebedürftiger Menschen wachse. Sie werden künftig in unterschiedlicher Intensität und Dauer auf Pflegeleistungen angewiesen sein. Diese können geleistet werden von ambulanten Diensten, von Angehörigen oder in Pflegeheimen. „Hier darf der finanzielle Eigenanteil nicht weiter steigen, damit Ältere ihre Reserven nicht in kürzester Zeit aufbrauchen müssen.“

Besonders auf dem Land hätten viele Frauen früher nicht oder nur bis zur Geburt der Kinder gearbeitet, so der Kreisvorsitzende. „Heute haben sie kleine Renten und können die Zuzahlungen in Pflegeheimen kaum leisten.“ In der Wesermarsch betrage der Eigenanteil bei stationärer Betreuung im Heim durchschnittlich 1400 bis 1500 Euro pro Monat.

Immer mehr Pflegebedürftige werden zu Hause betreut. Dies sei politisch gewollt, werde aber nicht entsprechend unterstützt. In der Wesermarsch gebe es zu wenig Plätze für Kurzzeitpflege. Aber die Nachfrage steige. Eine maximal achtwöchige Kurzzeit-pflege werde von der Pflegekasse getragen, wenn ein pflegebedürftiger Mensch für begrenzte Zeit vollstationäre Pflege braucht, etwa nach einem Krankenhausaufenthalt oder wenn die häusliche Pflege zeitlich ausgesetzt werden muss.

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