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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Sanierungsstau In Der Wesermarsch: Zeit der Geisterhäuser in Einswarden läuft ab

17.10.2015

Einswarden Verkommene Fassaden, verwahrloste Hinterhöfe und ganz viel Grau: In manchen Straßenzügen kommt Einswarden dem Klischee einer Geisterstadt gefährlich nahe. Bei dem Anblick der verwaisten Häuserreihen fällt es schwer, das Sanierungsprogramm Soziale Stadt als Erfolgsmodell zu feiern. Das ist auch zu spüren gewesen, als der Nordenhamer Stadtrat jetzt offiziell einen Schlussstrich unter das 1999 gestartete Projekt zog, indem er die Sanierungsgebiet-Satzung mit einem einstimmigen Beschluss aufhob. In den Fraktionen herrscht Einigkeit darüber, dass es in Einswarden noch einiges zu tun gibt, um den Stadtteil aufzuwerten. Bei dem großen Problem mit den Schrottimmobilien ist inzwischen eine Lösung in Sicht.

Bestand bewertet

Bürgermeister Hans Francksen hat unlängst mit der Geschäftsführung des Wohnungskonzerns Vonovia SE (ehemals Deutsche Annington) über die maroden Mietshäuser gesprochen. Dabei wurde ihm mitgeteilt, dass die Unternehmenszentrale in Bochum eine Bewertung der Einswarder Wohnungsbestände vorgenommen hat. Der Abschlussbericht liegt laut Hans Francksen zwar noch nicht vor. Aber in einem Zwischenfazit sei Vonovia zu der Feststellung gelangt, dass die Einswarder Bestände als „nicht sanierungsfähig“ einzustufen seien. Dieser Auffassung ist auch der Bürgermeister: „Der Abriss der Häuser ist sinnvoll und erforderlich“, sagt Hans Francksen.

Die Vonovia-Geschäftsführung will sich nun mit der Stadt Nordenham über das weitere Vorgehen abstimmen. „Ich bin zuversichtlich, dass wir noch in diesem Jahr eine Lösung finden“, sagt Hans Francksen, der für 2016 konkrete Maßnahmen erwartet.

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Nach Angaben des Bürgermeisters hat die Stadt Nordenham auch Kontakt zu einigen Privateigentümern aufgenommen, die ihre Immobilien verwahrlosen lassen und damit das Erscheinungsbild des gesamten Stadtteils beeinträchtigen. Er hofft, dass sich die Eigentümer einsichtig zeigen und etwas gegen die Missstände unternehmen. Doch wenn es nicht möglich sein sollte, „im Guten“ eine Einigung zu erzielen, kann sich der Bürgermeister auch Zwangsmaßnahmen vorstellen. Er denkt dabei an die Einführung einer „Sondersteuer für Schrottimmobilien“.

Weitere Schritte

Der CDU-Ratsherr Dr. Tilman Kaethner ist der Auffassung, dass Einswarden durch das Sanierungsprogramm Soziale Stadt „in vielen Teilen“ vorangekommen sei. Doch der in Einswarden lebende Christdemokat weiß, dass weitere Schritte folgen müssen. Die Stadt Nordenham sollte sich um zusätzliche Fördergelder bemühen, um den Weg fortsetzen zu können.

Kurt Winterboer warnt davor, das Programm Soziale Stadt als Misserfolg darzustellen. Die vielfach geäußerte Kritik, mit den 7 Millionen Euro sei wenig erreicht worden, hält der Einswarder SPD-Ratsherr für überzogen und nicht gerechtfertigt. „Der Ortsteil hat viel gewonnen“, meint Kurt Winterboer, „wie würde es denn sonst dort heute aussehen?“

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Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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