Rodenkirchen - Natürlich hat die Corona-Pandemie auch den Reit- und Fahrverein Rodenkirchen in den vergangenen anderthalb Jahren ausgebremst. Aber jenseits des Wettkampfbetriebs hat der Verein richtig Fahrt aufgenommen. „Wir haben die Zeit sinnvoll genutzt“, teilte der Vorsitzende Dr. Frank Linneweber jetzt bei einer Mitgliederversammlung mit. Dabei lag dem Vorstand vor allem das Wohlergehen der Pferde am Herzen.
4,5 Kilometer Zaun
Dem Verein gehören im Umfeld der Reithalle im Ortsteil Hartwarden rund acht Hektar Weideland. Rund viereinhalb Kilometer Zaun sorgen dafür, dass die Pferde nicht in den Graben stürzen oder ausbüxen. Diesen Zaun haben die Mitglieder repariert und zum Teil erneuert. Darüber hinaus haben alle Pferde auf den Weiden jetzt Zugang zu Leitungswasser. Damit sei die Versorgung der Pferde mit Wasser in hoher Qualität sichergestellt, freut sich der Vorsitzende.
Darüber hinaus hat der Verein die Boxen für die Pferde vergrößert. Dort, wo vorher drei Pferde standen, können sich jetzt zwei Pferde aufhalten. Die Holzwände wurden zudem durch Trenngitter ersetzt, die mehr Licht in die Boxen lassen und den Tieren die Möglichkeit geben, sich gegenseitig zu beschnuppern. Die Tränken wurden erneuert. Dank einer privaten Spende konnte der Verein zudem eine Waschstation für Pferde einrichten.
Nach den Worten von Frank Linneweber lief der Reitbetrieb dank eines Hygieneplans weitgehend normal weiter. Die Pferde konnten regelmäßig bewegt werden. Infolge gestiegener Kosten hat der Verein seine Mitgliedsbeiträge erhöht. Aktive bezahlen künftig einen Jahresbeitrag von 80 statt 70 Euro. Für passive Mitglieder ist der Beitrag von 13 auf 25 Euro gestiegen.
Reitturniere konnte der Reit- und Fahrverein in den vergangenen Monaten nicht auf die Beine stellen. Aber das ändert sich jetzt. Für Sonnabend und Sonntag, 28. und 29. August, ist ein Trainingsturnier geplant. Wie Frank Linneweber erläutert, geht es dabei nicht um Sieg und Niederlage, sondern darum, die Reiter nach der langen Pause wieder an Turnierbedingungen zu gewöhnen.
140 Mitglieder
Ein großes Dankeschön richtet Frank Linneweber an die Mitglieder für ihre Treue. Von einer Austrittswelle ist der Verein während der Pandemie verschont geblieben. „Wir liegen nach wie vor bei rund 140 Mitgliedern“, freut sich der Vorsitzende. Auch für das disziplinierte Verhalten während der Pandemie bedankte sich Frank Linneweber. So habe es innerhalb des Vereins bisher keine Corona-Infektionen gegeben.
Und sportlich gibt es auch wieder gute Nachrichten: So ist Andreas Rümke Kreismeister im Springen geworden. Antje Müller wurde in Rastede Landesvizemeisterin in der Dressur.
