Reitland - Flammen schlugen aus dem Fahrzeug, das gerade in einen Unfall verwickelt war. Jetzt ging es um Minuten, um Menschen zu retten. Dann kam bei der Freiwilligen Feuerwehr Reitland auch schon die Meldung über den Pieper. Schnell war klar, in Reitland gab es einen Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten Menschen.
„Auto in Flammen“
So zumindest lautete der Titel der Übung; sie war gemeinsam mit dem Rettungsdienst des Landkreises Wesermarsch initiiert. Simuliert wurde ein Unfallgeschehen mit zwei Autos, von denen eins in Flammen stand. Bei dieser realistischen Darstellung ging es darum, herauszufinden, ob die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst gut aufeinander abgestimmt ist oder ob noch nachgebessert werden muss.
Bei dem ersten Szenario, dem Frontalzusammenstoß, ging es um die technische Rettung in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst. Und bei dem zweiten Szenario, dem brennenden Fahrzeug, wurde ein Unfallopfer aus dem Wagen geschleudert. Menschenrettung und Löschen des Autos mussten also gleichzeitig gehandhabt werden.
Die Feuerwehrleute hatten den Brand schnell unter Kontrolle, während die herausgeschleuderte Person vom Rettungsdienst in den Rettungswagen gebracht wurde. Auch die Verunglückten im zweiten Fahrzeug wurden aus dem Fahrzeug geborgen und dann vom Rettungsdienst in die bereitstehenden Fahrzeuge gebracht.
Das Szenario wurde gemeinsam mit dem Ortsbrandmeister Stefan Joachimsthaler erarbeitet. Als Unterstützung war auch das Technische Hilfswerk (THW) Nordenham dabei. Es sicherte die Unfallstelle und koordinierte die Fahrzeuge mit der örtlichen Einsatzleitung des Rettungsdienstes.
60 Einsatzkräfte
Knapp 60 Einsatz- und Rettungskräfte waren an diesem Tag an der Übung beteiligt. Zusätzlich waren noch Darsteller dabei, die die Verletzten und Verunglückten mimten. Diese Übungen hat der Rettungsdienst in diesem Jahr bereits mit den Feuerwehren in Burhave, Popkenhöge, Jaderberg und Hammelwarden absolviert. Auf der Liste stehen noch Lemwerder und Eckwarden.
Nach der Übung gab es eine Einsatzbesprechung mit den Führungskräften. Das Resümee, das auch Jörg Wiggers von der Feuerwehr Reitland gezogen hat, lautet: Es wurde vieles richtig gemacht. Fehler wurden gleich an Ort und Stelle besprochen.
