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Veränderungen am Tourist-Büro „Beheizte“ Bank an Elsflether Kaje ist Geschichte

Evely Eischeid
Im Jahr 2004: Georg Jüchter (rechts) spendete die Rentnerbank mit der Jux-Heizung. Zur Übergabe kam auch der damalige Bürgermeister Diedrich Möhring (2.v.r.)

Im Jahr 2004: Georg Jüchter (rechts) spendete die Rentnerbank mit der Jux-Heizung. Zur Übergabe kam auch der damalige Bürgermeister Diedrich Möhring (2.v.r.)

Archiv/Wolfgang Bednarz

Elsfleth - Wer in Elsfleth den im vergangenen Jahr verstorbenen Georg Jüchter kannte, der weiß: Jüchter war ein Original, immer gut informiert, immer zu haben für einen Scherz oder eine kleine Eulenspiegelei. Im Jahr 2004 war „Gerd“ Jüchter aufgefallen, dass sich Elsflether Rentner und Rentnerinnen gerne an der Kaje vor dem Tourist-Büro im Laufe des Tages zu einem Klönschnack trafen.

Jux mit Erdwärme

Da es den Senioren an einer Sitzgelegenheit mangelte, kam Jüchter auf die Idee, eine „Rentnerbank“ zu stiften. Der blau gestrichenen Bank fügte der Elsflether gleich einen „Heizkörper“ hinzu, damit sich die Sitzenden nicht „den Mors verkühlten“. Jüchter juxte, dass das Heizungsrohr 28 Meter tief im Boden verankert wäre und von Erdwärme gespeist würde – glatt gelogen, aber lustig. Gipfel der Kuriosität war ein Schild, welches die Klönschnacker ermahnte, vor dem Verlassen der Bank doch bitte die Heizung abzustellen.

Jetzt, nach 20 Jahren, ist der originelle Sitzplatz mit Aussicht auf Hunte und „Lissi“ nur noch Geschichte. Mitarbeiter des Elsflether Bauhofs haben die Bank samt „Heizkörper“ abgebaut und dem Sohn des Stifters zurückgegeben. Das Verschwinden der Kuriosität erhitzt indessen die Gemüter vieler Elsflether Bürgerinnen und Bürger. „Wäre mein Bruder noch am Leben, keiner hätte sich getraut, die Bank abzubauen“, ärgert sich Jüchters Schwester, Annegret Lüdert.

Häufige Reparaturen

Dennoch habe es für diese Maßnahme viele Gründe gegeben, betont die Leiterin des Tourist-Büros, Lea Gehlhaar, auf Nachfrage der NWZ. Der Bank sei von Unbekannten mehrfach übel mitgespielt worden und aufgrund des ausufernden Vandalismus’ habe man sie häufig im Bauhof reparieren müssen, so Gehlhaar. Das Areal an der östlichen Seite des Touristbüros sei in den Abendstunden zu einem vermüllten Treffpunkt von jugendlichen Randalierern geworden, von denen sich auch Gäste des Restaurants Panorama gestört gefühlt hätten. Lea Gehlhaar: „Natürlich ist das Areal ein wichtiger Treffpunkt für Elsflether, für Touristen und Radwanderer, das unbedingt erhalten werden muss!“ Geplant sei zum Saisonbeginn die Anbringung von mobilen Sitzgelegenheiten, die abends unter Verschluss zur Sicherung in das Gebäude verlegt werden.

Fahrrad reparieren

Es gibt aber auch Erfreuliches zu vermelden: Seit kurzer Zeit finden Radler am Touristbüro eine Radservice-Station des ADAC. Zur Behebung von Fahrradpannen sind dort Schraubendreher, Inbusschlüssel, eine Luftpumpe und eine Montagevorrichtung, um das Rad zur Reparatur aufzuhängen, in einer gelben Säule angebracht.

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