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NWZonline.de Region Wesermarsch

Rodenkircher Markt: Junge Leute sind scharf auf Schweinsköpfe

27.09.2022 13:15

Rodenkirchen Jannik Meyer trägt den Schweinskopf wie eine Trophäe. Er wollte ihn haben, und er hat ihn bekommen – gleich im ersten Anlauf. Seine Kumpels von den ATR-Ducks feiern ihn dafür.

Gemeinsam sind die Freunde des ATR-Fußballs an diesem Montagmorgen zur Schweinskopfversteigerung beim Rodenkircher Markt gekommen und haben von Anfang an eine Münze nach der anderen in die Geldkörbe geworfen, die ihnen NIsha Otto und Christian Blumenberg von der Gemeindeverwaltung hinhalten. 30 bis 35 Euro, schätzt Jannik Meyer, hat er in den Schweinskopf investiert, ehe der Auktionator Andreas Decker ihm beim Stand von 105 Euro den Zuschlag erteilt.

„In die Erbsensuppe“

„Der kommt in die Erbsensuppe, aber nicht mehr heute“, sagt der 26-jährige Rodenkircher über den Schweinskopf. Denn heute wollen Jannik Meyer und seine Kumpels den Erfolg feiern und medial ausschlachten. Die ATR-Ducks lehnen die Schließzeiten des Rodenkircher Marktes ab und wollen darauf mit ihrer Trophäe noch einmal deutlich hinweisen. Erst kürzlich hatten sie auf der Rathaustreppe demonstriert mit dem Transparent „Finger weg von den Marktzeiten! Wann Feierabend ist, bestimmen wir.“

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Auktionator Andreas Decker und Schlachtermeister Hans-Jürgen Kaliwoda überreichen Jannik Meyer (von links) den SchweinskopfFoto: Henning Bielefeld
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Zwei Schweinsköpfe lagen auch diesmal zur Versteigerung bereit.Foto: Henning Bielefeld
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Prost! Auktionator Andreas Decker und Bürgermeister Harald Stindt freuen sich über das Freibier.Foto: Henning Bielefeld
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Schlachtermeister Hans-Jürgen Kaliwoda zerteilt ein ganzes Schwein.Foto: Henning Bielefeld
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Vorbildlich: Bürgermeister Harald Stindt (links) wirft Geld in das Sammelkörbchen von Christian Blumenberg (3. von links).Foto: Henning Bielefeld
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Der Tresen mit dem Freibier war sofort umlagert.Foto: Henning Bielefeld
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Schaustellersprecher Dietrich Meier eröffnete die Schweinskopfversteigerung.Foto: Henning Bielefeld
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Ob dieser Plan aufgeht, ist jedoch mehr als fraglich. Besser sieht es bei einem anderen aus, der ebenfalls selbst bestimmen will, wann für ihn Feierabend ist: Schlachtermeister Hans-Jürgen Kaliwoda. Der ehemalige Inhaber der Sürwürder Gaststätte zerteilt an diesem Montag zum letzten Mal ein ganzes Schwein, damit Andreas Decker die Stücke in einer amerikanischen Versteigerung an sein Publikum bringen kann. Hans-Jürgen Kaliwoda ist jetzt 79 Jahre alt, und mehr als die Hälfte dieser Zeit, nämlich 40 Jahre, hat er bei dieser urigen Auktion ein ganzes Schwein zerteilt – mit scharfen Messern und bei Bedarf auch mit einer Säge. Jetzt soll es gut sein, hat der Rentner beschlossen, nachdem er in diesem Jahr von einer schweren Krankheit genesen ist.

Marktmeisterin Christiane Hagen bemüht sich um einen Nachfolger, denn auch in den nächsten Jahren sollen Schweinskopfversteigerungen stattfinden.

Ohne Festzelt

Schön wäre es, wenn dafür wieder neben dem Imbiss Weghorst ein kleines Festzelt aufgestellt werden würde. Der anhaltende Nieselregen vertreibt zwar kein Publikum, lässt sich unter Dach aber allemal besser aushalten. Dafür ist das Fass Freibier, das Bürgermeister Harald Stindt ausschenkt, etwas größer geraten. Für das neue Gemeindeoberhaupt, das sich passend in jevergrüner Jacke zeigt, ist diese Versteigerung eine Premiere.

In gewisser Weise ist sie das auch für Ahlke Kranz. Die 24-jährige Rodenkircherin hat sich vorgenommen, den zweiten Schweinskopf zu ersteigern – und schafft es. Bei 74 Euro erteilt Andreas Decker ihr den Zuschlag. Davon hat sie knapp die Hälfte selbst bezahlt, sagt sie. Jetzt ist ihre Oma gefordert: Die soll aus dem Schweinskopf Sülze machen.

Insgesamt kamen bei der Auktion 2181 Euro und 47 Cent zusammen, die dem Altennachmittag zuflossen.


Live-Videos zur Schweinskopfversteigerung und zum Umzug finden Sie auf der Seite der Wesermarsch-Zeitung auf facebook unter   www.facebook.com 
Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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04731 9988 2203
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