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Sanitätshelferinnen aus Nordenham Der Stress ist Teil der Herausforderung

Zehn Männer und Frauen aus der Region haben jetzt ihre Prüfung zum Sanitätshelfer absolviert. Mit dabei waren auch Sharlene Glaese und Lea-Marie Schneider vom Johanniter-Ortsverband Nordenham.

Zehn Männer und Frauen aus der Region haben jetzt ihre Prüfung zum Sanitätshelfer absolviert. Mit dabei waren auch Sharlene Glaese und Lea-Marie Schneider vom Johanniter-Ortsverband Nordenham.

Ricarda Imhoff/Johanniter

Nordenham - In schwierigen Situationen einen kühlen Kopf bewahren: Wie das geht, haben jetzt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des B2-Sanitätshelferkurses gelernt und ihre Prüfung erfolgreich abgelegt. Unter den zehn Prüflingen waren auch Sharlene Glaese und Lea-Marie Schneider vom Nordenhamer Ortsverband der Johanniter.

Bestimmtes Vorgehen

„Der Hausmeister des Schwimmbades ist während der Reparatur eines Stromkabels an der Decke von der Leiter gefallen. Bitte kommen Sie mit und helfen ihm“, ruft Nicole Röbber während eines Fallbeispiels während der Prüfung. Nicole Röbber gehört zum Ortsverband Oldenburg und ist Mitglied des Prüfungsteams. Marcel Planteur vom Ortsverband Wiesmoor, Mitglied der Regionalausbildungsleitung Weser-Ems, spielt den verunfallten Hausmeister. Er schreit und jammert, trotzdem müssen die Sanitäterinnen und Sanitäter ruhig bleiben. Der Stress ist Teil der Herausforderung. Den Unfallort nach Gefahren absuchen, Vitalfunktionen überprüfen und viele weitere Maßnahmen mussten die Teilnehmenden durchführen und dabei bestimmte Vorgehensweisen beachten. Insgesamt fünf Teams mit jeweils zwei Prüflingen zogen aus einem Pool vieler verschiedener Fallbeispiele ihre Aufgaben. Dabei wurde nicht nur auf die richtige Behandlung des Patienten, sondern ebenso auf die Kommunikation der beiden Prüflinge untereinander und mit dem Patienten geachtet.

Alle bestanden

Im zweiten Teil der Prüfung musste eine Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) mit der richtigen Beatmung durchgeführt werden. Die HLW-Prüferinnen Stephanie Henkel und Heike Dierks (beide Ortsverband Oldenburg) achteten besonders auf das Auswählen des passenden Tubus, die korrekte Durchführung der Kompression, das Bedienen des Automatisierten externen Defibrillators und vieles mehr. Überprüft wurde die Umsetzung der Maßnahmen auch mithilfe des an die Reanimationspuppe angeschlossenen Tablets. Damit können die Prüferinnen die Drucktiefe und den Rhythmus sowie die Beatmung überwachen.

Zwei Teams mussten in die Nachprüfung, am Ende hatten aber alle bestanden und können jetzt in den aktiven Dienst gehen. Sanitätshelfer sind bei Sanitätsdiensten bei Veranstaltungen im Einsatz, können aber auch schon als dritte Kraft auf einem Rettungswagen mitfahren oder in vielen anderen Bereichen aktiv sein.

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