Kuhlen/Ovelgönne/Budapest - Vierlinge in der Wesermarsch-Gemeinde Ovelgönne: Das ostfriesische Milchschaf Pauline hat am Donnerstag nach einer Vollmond-Nacht vier gesunde Lämmer zur Welt gebracht. „Es sind zwei Jungen und zwei Mädchen“, sagen Alexandra und Sven Semprich im Gespräch mit unserer Redaktion. Die vier schwarzen Lämmer kamen zwischen 7.30 und 8 Uhr zur Welt. „Alle Vier sind kräftig und kerngesund. Alle Vier haben die erste Muttermilch bekommen. Das ist enorm wichtig zur Entwicklung der Abwehrkräfte“, betont Sven Semprich, als er in der Box steht, um eine neugeborenes Lamm für ein Pressefoto zu präsentierten. „Die Geburt ist jetzt drei Stunden her, das letzte Lamm lag quer. Wir sind überglücklich, dass dennoch alles so gut gelaufen ist“, sagt der 60-Jährige, der diese freudige Überraschung durchaus richtig einzuschätzen weiß.
Robuste Rasse
„Ein bis zwei Lämmer pro Wurf sind der Normalfall. Man muss bedenken, dass Schafe ja nur zwei Zitzen haben“, sagt der ehemalige Elsflether Ratsherr, der seit 2015 gemeinsam mit Alexandra am Kuhler Weg als Hobbyzüchter vor allem Zwartbless-Schafe in den Stallungen und auf den Wiesen hält. „Das Zwartbless-Schaf ist robust und eine feine Rasse, die langsam wieder gefragt ist. Im Vorjahr haben wir einige Tier sogar bis nach Ungarn verkauft“, erläutert Sven Semprich.
Bock Alfred
Der Vater des unglaublich süßen Kuhlener Quartetts ist der Zwartbless-Bock Alfred, drei Jahr alt und von stattlicher Statur. Dass aus der „Mischehe“ von Pauline (weiß) und Alfred (schwarz) vier schwarze Lämmer hervorgegangen sind, dass kann Sven Semprich schnell erklären. „Aus dieser Kreuzung gehen entweder schwarze oder weiße Nachkommen hervor, Farbmischlinge gibt es nicht“, sagt Sven Semprich.
Die vier Lämmer sind kurz nach der Geburt bereits auf den Beinen gewesen. „Auch das ist völlig normal. Schafe sind Fluchttiere und müssten in freier Wildbahn der Herde sofort folgen können“, erklärt das Schafzüchter-Paar gegenüber unserer Redaktion.
Gebärfreudige Pauline
Mutter Pauline hat unterdessen längst mit der familieninternen Kommunikation, die völlig ohne Intranet auskommt, begonnen. „Die beiden Mädchen und Jungen werden darauf gedrillt, dass sie den speziellen Lauten der Mutter folgen – und zwar auf der Stelle“, erläutert Alexandra Semprich, die sich schon jetzt darauf freut, das Aufwachsen dieses ganz besonderer Nachwuchses zu verfolgen.
Insgeheim darf man schon jetzt gespannt darauf sein, wie viel Junge das Muttertier Pauline im kommenden Jahr wohl zur Welt bringen wird. 2021 waren es drei Lämmer und 2022 vier Lämmer nach der fünfmonatigen Tragezeit. Wenn 2023 in Kuhlen Fünflinge geboren werden, dann ist wohl eine Jahrgangs-Champagner fällig.
