Es ging um eine Info-Veranstaltung für Publikum und nicht sehr zahlreich erschienene Volksvertreter. Heraus kam eine Nullnummer. Die Informantin des Bundesamtes für Strahlenschutz rezitierte ausschweifend internet-nachlesbare Bestimmungen und Gesetze, fühlte sich immer wieder überfragt, unzuständig oder nicht auskunftsbefugt. Andere Zuständige waren volksvertreterseits nicht eingeladen.
Die Parteien spielten die übliche Rolle der Selbstinszenierung abseits jeglicher Selbstkritik, brachten sich in Stellung und stellten die Konkurrenz bloß. Herr Wolf suggerierte gleichermaßen Verantwortungsgefühle für Atomkritiker und die Atomwirtschaft mit dem Hinweis auf das Sankt-Floriansprinzip, die CDU verstand offenbar die ganze Aufregung der „Panikmacher“ nicht und so wurde aus der Chance, den besorgten Wählern mal in einer gemeinsamen Entschließungsaktion Rückendeckung gegen die mutmaßlich rechtlich nicht mehr zu verhindernde Transportaktion zu geben, ein Schlag ins Gesicht der interessierten Öffentlichkeit. (..)
Die Politik hatte schon in den 60ern die Probleme zweifellos gesehen und sie ignoriert. (..)
