Schweewarden/ - Da wäre mehr drin gewesen: Die Tennisspieler des TK Nordenham beenden die Saison in der Nordliga der Altersklasse Herren 65 auf Platz vier der Abschlusstabelle. Am Wochenende trennten sie sich im Heimspiel in Schweewarden vom Harburger Turnerbund mit 3:3. Die Gastgeber vergaben damit die Möglichkeit, an den Gästen vorbeizuziehen und den dritten Tabellenplatz zu belegen. Die Harburger brachten es fertig, alle vier Saisonspiele jeweils mit einem 3:3-Remis zu beenden.
Gute Chancen
Dabei hatten die Chancen der Nordenhamer auf einen Sieg gar nicht mal so schlecht gestanden. Der TKN spielte in den Einzeln in Bestbesetzung und startete erfolgreich. Spielführer Karl Brandau (LK 9,0) setzte sich nach seiner Verletzungspause an Position zwei gegen seinen Gegner (LK 10,7) überraschend deutlich durch. Weitaus mehr Arbeit musste Bernd Markowsky (LK 10,1) an Position vier verrichten. Er rang seinen Kontrahenten (LK 13,0) erst im Match-Tiebreak nieder.
Im zweiten Durchgang bewies Reiner Indorf (LK 9,6) seine gute Form und erteilte seinem Gegner (LK 11,0) die Höchststrafe. Indorf hat in der Winterrunde alle vier Einzelspiele gewonnen.
Heinrich Schütte (DRL 42/LK 6,9) hatte im Spitzenspiel zunächst Probleme mit seinem Gegenüber (DRL 235/LK 9,7). Beim Stand von 6:3 und 4:1 roch es nach einem klaren Sieg des Harburgers. Dann senkte der TKNer seine Fehlerquote. Er zwang seinen Gegner in immer längere Grundlinienduelle und holte sich den zweiten Satz im Tiebreak.
Großer Kampf
Der Match-Tiebreak war anfangs ausgeglichen. Dann unterliefen Schütte zwei Doppelfehler, die ihn aus dem Konzept brachten. Er verlor nach großem Kampf.
In den Doppeln musste der TKN auf den Doppelspezialisten Heinz Gulich (Urlaub) verzichten. Die Stammformation Markowsky/Gulich war damit gesprengt. Heinz Woesthoff kam für Schütte ins Spiel und bildete zusammen mit Indorf das zweite Duo, während Brandau/Markowsky im ersten Doppel spielten und schwach starteten. Sie verloren den ersten Durchgang mit 1:6, während Indorf/Woesthoff mit 6:1 furios loslegten. Im zweiten Durchgang lief es in beiden Spielen genau andersherum. Die Entscheidung fiel im Match-Tiebreak, in dem beide TKN-Teams einen Fehlstart hinlegten. Brandau/Markowsky kamen nach einem 0:7 noch mal bis auf 5:8 heran, verloren aber dennoch. Indorf/Woesthoff sahen bei ihrer 0:10-Pleite überhaupt kein Land mehr.
Heinrich Schütte 3:6, 7:6, 5:10; Karl Brandau 6:1, 6:2; Reiner Indorf 6:0, 6:0; Bernd Markowsky 6:3, 3:6, 10:5; Brandau/Markowsky 1:6, 6:4, 5:10; Indorf/Heinz Woesthoff 6:1, 4:6, 0:10
