Schwei - Klein, aber fein: So ist die Windmühle, die Schwei jetzt bekommen hat. Die weißen Flügel sind schon von weitem gut zu erkennen. Mit einem Fest wurde der bis zur Flügelspitze etwa vier Meter hohe Galerie-Holländer der Öffentlichkeit übergeben.
Im Bauhof gelagert
Doch zurück zum Anfang. Jörg Rübesamen, der älteste Sohn des früheren Bürgermeisters Klaus Rübesamen, hatte 2015 bei einem Internet-Auktionshaus eine Mühle entdeckt und dies seinen Eltern mitgeteilt, weil sie sehr gut in deren Garten passen würde. Annegret und Klaus Rübesamen überlegten nicht lange, fuhren zu den Eigentümern nach Jever und erwarben die Mühle, die bereits auseinandergebaut war. Zunächst lagerte sie im Bauhof der Gemeinde, bis die Zeit zum Aufbau kommen sollte.
Rübesamens Vorgarten schien dann doch nicht der richtige Platz zu sein, denn die Mühle war beim näheren Hinsehen etwas größer als gedacht. Da hatte Annegret Rübesamen die Idee, die Dienstagsmänner vom Schweier Bürgerverein zu fragen, ob sie nicht eine Idee hätten, wo das gute Stück besser hinpassen würde. Innerhalb der Gruppe wurde abgestimmt, und schnell war ein neuer Platz gefunden: Auf dem gemeindeeigenen Grundstück an der Einfahrt zur Sportstraße sollte die Mühle aufgestellt werden.
„Und jetzt haben wir etwas Besonderes“, sagt Klaus Rübesamen, „Wenn wir aus dem Fenster schauen, dann können wir die Mühle sehen, denn sie steht bei uns gegenüber.“ Auf dem kleinen Platz an der Sportstraße lockt auch schon eine Sitzbank, und ein Kräuterbeet ist auch in der Nähe aufgebaut. Das gesamte Ambiente lädt zu einer Pause ein.
Schön restauriert
Doch bevor die Mühle eingeweiht wurde, hatten die Dienstagsmänner sie liebevoll restauriert, und der Maler Erwin Heinemann hatte ihr einen typischen Anstrich verpasst.
Beim Richtfest sprach der Schweier Bürger Klaus Hülsmann den Richtspruch für Windmühlen und ließ – so ist es der Brauch – ein Schnapsglas auf den Stufen vor der Mühle zerspringen. „Nun ist das Glas wohl ausgeleert und weiter für mich nichts mehr wert. Drum werf’ ich es zu Boden nieder – zerschmettert raucht es keiner wieder.“
Den Weg zur Mühle hatten die „Dienstagsmädels“ mit Buchsbaum geschmückt, und für die musikalische Unterhaltung sorgte Doris Schulz mit ihrem Akkordeon.
