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Corona-Pandemie in der Wesermarsch Deichschule: So verlief bisher der Unterricht

Schweiburg - Die Corona-Pandemie mit dem harten Lockdown setzt Schülern, Eltern und Lehrern mächtig zu. Wie die erste Woche in der Deichschule Schweiburg verlief, erläutert Schulleiterin Rita Pfretzschner. Am Montag und Dienstag haben wir mit den Kindern den Videochat individuell trainiert. Dabei wurden sie, vor allem in Klasse 1 und 2, von den Eltern unterstützt. Montag war die Verbindung aufgrund der technischen Störung bei IServ praktisch kaum vorhanden, Dienstag lief es deutlich besser.

Lernfortschritte

Wir merken, wie schnell die Schüler in der Handhabung der Technik selbstständig werden. Einigen Kindern, die zu Hause kein geeignetes digitales Endgerät besitzen, z. B. nur ein Smartphone, haben wir iPads ausgeliehen.

Die Klassen bekommen jeden Tag Lerninhalte ausgewählter Fächer im Aufgabenmodul von IServ zur Verfügung gestellt. Dazu gibt es schriftliche Erklärungen, aber auch von uns selbst erstellte Erklärvideos, die bei Bedarf dann zu Hause auch mehrfach angeschaut werden können. Ein Beispiel wäre hier im Mathematikunterricht der Klasse 4 die Einführung der schriftlichen Multiplikation.

So erhalten sie auch immer eine entsprechende tägliche Aufgabenmenge und können nicht schon am Montag den Lernstoff der ganzen Woche abarbeiten. Alle Pflichtaufgaben sind nach Absprache im Kollegium so gestaltet, dass sie bis 12 Uhr am Vormittag von den Kindern bearbeitet, hochgeladen und zurückgesendet werden.

Digitaler Morgenkreis

Dabei liegt die vorgegebene Lernzeit in den Klassen 1 und 2 bei 1,5 Stunden, in den Klassen 3 und 4 bei 2 Stunden.


Alle Lehrkräfte sind am Vormittag erreichbar, so dass sie Fragen jederzeit beantworten und die Aufgaben korrigieren können. Im Anschluss erhalten die Schüler eine Rückmeldung. Darüber hinaus gibt es noch freiwillige Lernangebote. In der Videokonferenz, zu der sich die einzelnen Klassen entweder ganz oder gruppenweise zu einer festgelegten Uhrzeit im vorher erstellten Videokonferenzraum mit der Klassenlehrkraft treffen, werden kurze „digitale Morgenkreise“ abgehalten, dann der Lernstoff des Vormittags besprochen, Fragen gestellt und beantwortet. Sie dauert durchschnittlich 30 Minuten. Natürlich nutzen die Kinder auch die Zeit, um miteinander zu reden, auch ohne dass sich die Lehrkraft dazwischenschaltet. Es ist schön zu beobachten, wie die Zurückhaltung einiger mehr und mehr abgebaut wird und sie diese Möglichkeit des Austauschs nutzen, manchmal auch nur, um etwas Witziges zu erzählen.

Durch den erlernten Umgang mit dem Server sind die Kinder nun auch in der Lage, sich am Nachmittag mit einem oder mehreren Mitschülern virtuell zu treffen, rein privat oder auch zu Übungszwecken.

Die Kinder, die an der Notbetreuung teilnehmen, in dieser Woche sind es 10, arbeiten genauso, auch sie nehmen mit den iPads an den Video-Konferenzen teil und bearbeiten während des Vormittags Ihre Aufgaben. Unterstützt werden sie von den Betreuungskräften.

Hans-Carl Bokelmann
Hans-Carl Bokelmann Redaktion Brake, Redaktion Jade, Redaktion Ovelgönne
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