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NWZonline.de Region Wesermarsch

Diamantene Hochzeit: Liebe beginnt mit einem gebrochenen Fuß

14.05.2020

Seefeld Aktiv bis ins Alter – dafür sind Reiner und Winfriede Böning ein idealtypisches Beispiel. Nur ihre Diamantene Hochzeit an diesem Donnerstag können die beiden nicht mit ihren vielen Freunden, Bekannten und Verwandten feiern – die Corona-Pandemie hat ihre schönen Pläne vereitelt.

„Die Einladungskarten waren schon verschickt“, bedauern die beiden. Doch die Feier soll nachgeholt werden – nach Möglichkeit im Herbst.

Es war am 14. Mai 1960, als die Eheleute einander im Standesamt der damaligen Gemeinde Seefeld das Jawort gaben. Auch die kirchliche Trauung fand in ihrem Heimatort statt, dem sie wie selbstverständlich immer treu geblieben sind. Dabei kommt zumindest Winfriede Böning gebürtig gar nicht aus Seefeld.

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Geboren in Bessarabien

Sie wurde am 12. August 1940 in Tarutino in Bessarabien geboren. Bessarabien liegt nicht in Arabien, sondern östlich von Rumänien in der heutigen Republik Moldawien. Winfriede Böning war dort in eine Familie deutscher Siedler geboren worden. Kurz nach der Geburt von Winfriede musste die Familie infolge des Hitler-Stalin-Paktes die Heimat verlassen, wurde zunächst nach Westpreußen ausgesiedelt und später nach Boizenburg in Mecklenburg.

1945 fand die Odyssee in Seefeld ein Ende.

Reiner Böning erblickte am 21. Februar 1936 das Licht der Welt. Seine Eltern bewirtschafteten einen Bauernhof in Morgenland, wo der Junge mit einer Schwester und einem Halbbruder aufwuchs. Nach der Schule nahm er eine landwirtschaftliche Ausbildung auf. Die letzte Station war ein Bauernhof in Bornhöved bei Neumünster in Schleswig-Holstein, wo Reiner Böning in die Feuerwehr eintrat. Nach seiner Rückkehr wurde er Mitglied der Ortswehr Seefeld, wo er alle Posten vom Maschinisten über den Gruppenführer bis zum Ortsbrandmeister – das war er von 1988 bis 1994 – ausübte. Zum Abschied erhielt er ein feuerrotes Fahrrad, mit dem er heute noch durch Seefeld fährt.

Schon seit 1948 gehört er dem Seefelder Turnverein an, dessen damaliger Vorsitzender Hugo Ahlhorn ganz auf Geräteturnen setzte. In den 50er Jahren brachte ihn Heinz Renken vom damaligen VfL Nordenham auf eine ganz andere Spur: Laufen. „Vom 30-Meter-Hallensprint über den 110-Meter-Hürdenlauf bis zum Marathon habe ich alles gemacht“, sagt Reiner Böning.

Glücklich im Beruf

Nur Landwirtschaft, die hat er nicht mehr gemacht. Den trockenen Sommer 1959 verbrachte er damit, die Seefelder Mühle neu zu streichen – in seiner Erinnerung die schönste Arbeit seines Lebens. 1960 fing er als Lastwagenfahrer bei der Raiffeisen-Warengenossenschaft an – ein Beruf, der ihn 36 Jahre glücklich machte.

Seine spätere Frau lernte er auf dem Seefelder Sportplatz kennen. Sie hatte sich beim Weitsprung den Fuß gebrochen, und er fuhr sie auf seinem Motorrad, einer 125er DKW, zum Arzt.

Nach ihrer Hochzeit wohnten die Eheleute zunächst auf dem Anwesen seiner Eltern in Morgenland und bezogen 1962 eine Wohnung der Schulstraße 5, die sich damals in Besitz der Gemeinde befand. 1969 erwarben sie das Haus. Winfriede Böning arbeitete zunächst als Verwaltungsangestellte bei der Gemeinde Seefeld und war später bis zum Renteneintritt als Schulsekretärin im Berufsschulzentrum Brake tätig.

1961 wurde ihr Sohn Ingo geboren, der Tierzucht studierte, eine Doktorarbeit schrieb und heute die Raiffeisen-Warengenossenschaft Wesermarsch leitet. 1964 folgte Frank, der Forstwirtschaft studierte und nun mit seiner Familie in der Universitätsstadt Berkeley in Kalifornien lebt, wo er für die FAO, die Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation der Uno, arbeitet.

Gratulieren werden ebenfalls die Schwiegertöchter Inse und Julia sowie die Enkelkinder.

Reiner Böning hat unzählige Ehrenämter wahrgenommen Er war von 1985 bis 2005 Vorsitzender des Seefelder Turnvereins, danach Ehrenvorsitzender. Zehn Jahre lang leitete er den Butjadinger Turnerbund; zudem war er stellvertretender Vorsitzender des Turnkreises Wesermarsch. 40 Jahre lang nahm er die Bedingungen für das Sportabzeichen ab.

Auch Winfriede Böning hat sich als engagierte Sportlerin einen Namen gemacht. Sie leitete im Seefelder Turnverein Sportgruppen von den Kindern über Jugendliche bis zu den Erwachsenen. Jüngst hat sie zum 50. Mal das Sportabzeichen erhalten und verstärkt das Abnehmer-Team.

Im VW-Bus um die Welt

Zu den schönen Erinnerungen gehören auch die Reisen, die Winfriede und Reiner Böning mit ihrem VW-Bus in viele Länder geführt haben. Unzählige Fotoalben sind stumme Zeugen dieser Abenteuer bei ihren Erkundungen bis in die letzten Winkel Europas, Nord- und Südamerikas.

Meine Hochzeit
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Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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