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Kolonisation des Seefelds im 17. Jahrhundert Beeindruckende Masterarbeit wird zu einem Buch

Christoph Reiprich
Autor André Peschke und Hans-Rudolf Mengers, Vorsitzender des Rüstringer Heimatbundes, stellen das Buch „Die Kolonisation des Seefelds im 17. Jahrhundert“ vor.

Autor André Peschke und Hans-Rudolf Mengers, Vorsitzender des Rüstringer Heimatbundes, stellen das Buch „Die Kolonisation des Seefelds im 17. Jahrhundert“ vor.

Seefeld/Nordenham - „Auch junge Menschen bemühen sich um die Heimatforschung“, freute sich Hans-Rudolf Mengers, Vorsitzender des Rüstringer Heimatbundes, bei der Buchvorstellung „Die Kolonisation des Seefelds im 17. Jahrhundert“ im Nordenhamer Museum. Autor ist der 29-jährige André Peschke, der während seines Studiums über seinen Heimatort geforscht hat. Aus seiner Master-Arbeit ist nun das 135 Seiten starke Werk entstanden.

„Ich bin froh und stolz, das Buch in den Händen zu halten“, sagte André Peschke. „Als ich mit meiner Forschung angefangen habe, habe ich nicht damit gerechnet, dass das Thema so viele Menschen interessieren würde. Bereits die Vorträge über meine Forschungsergebnisse waren sehr gut besucht.“ Die Kolonisation des Seefelds im 17. Jahrhundert sei ein wichtiges Kapitel der Oldenburger Geschichte.

Kulturlandschaft

So investierte Graf Anton Günther mitten im 30-jährigen Krieg (1618-1648) einen kompletten Jahreshaushalt, um die Mündung des Lockfleths einzudeichen. „Ich habe mich mit der Frage beschäftigt, wie man aus dem Watt eine Kulturlandschaft gemacht hat“, erzählt der Autor. Er habe sich beim Schreiben selbst disziplinieren müssen, nicht zu sehr vom Thema abzuweichen, da der Umfang einer Masterarbeit begrenzt sei. „Beim Lesen ist aufgefallen, dass es noch weitere Forschungsansätze gibt“, meinte Hans-Rudolf Mengers. „Da ist noch Luft nach oben für eine Dissertation.“

Mit dem Gedanken habe André Peschke bereits gespielt, sei derzeit aber als Lehrer zeitlich voll eingebunden. Nach dem Vorbereitungsdienst am Nordenhamer Gymnasium unterrichtet der 29-Jährige nun Geschichte, Deutsch und Informatik an der Alexander-Humboldt-Schule in Wittmund. Für seine Forschung arbeitete er sich im Landesarchiv in Oldenburg durch einen großen Vorrat an Unterlagen. Für seine Arbeit erhielt er den Studierenden-Förderpreis der Oldenburgischen Landschaft.

Mit Seefeld beschäftigten sich bereits weitere Historiker. Adolf Blumenberg, Hans-Hermann Francksen und Hugo Ahlhorn verfassten Beiträge zur Geschichte des Ortes. „Neu ist, dass André Peschke mit seiner Forschung nicht nur beschreibt, sondern auf Ursachenforschung geht und erklärt, warum man damals das große Infrastrukturprojekt angegangen ist“, sagte Hans-Rudolf Mengers. Die Eindeichung Seefelds sei kein leichtes Unterfangen gewesen, ergänzte André Peschke. „Ich bin tief eingetaucht in ein regionales Beispiel. Das hat viel Spaß gemacht.“


Der Autor bedankte sich bei seiner Lebensgefährtin Sabine Redlefs, die beim Zeichnen der historischen Karten geholfen hatte. Um Gestaltung und Druck kümmerte sich Malgorzata Saunders vom Nordenhamer Museum. „Es ist ein tolles Ergebnis geworden“, freute sich André Peschke.

Das Buch ist im örtlichen Buchhandel zum Preis von 14,80 Euro erhältlich. In Seefeld gibt es das Werk beim Markt der Raiffeisen-Warengenossenschaft. Die rund 1500 Mitglieder des Rüstringer Heimatbundes erhalten das Buch als Jahresgabe. Ein Coupon wird im „Rüstringer Boten“ zu finden sein.

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